Hamburger Hafen hat jetzt eine Jan-Fedder-Promenade

  • Die berühmte Hamburger Flaniermeile zwischen den Landungsbrücken und Baumwall ist am Freitag offiziell zur Jan-Fedder-Promenade ernannt worden.
  • An diesem Tag wäre der am 30. Dezember 2019 gestorbene Schauspieler („Großstadtrevier“) 67 Jahre alt geworden.
  • Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) hatte die Idee zusammen mit Fedders Witwe Marion auf den Weg gebracht.
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Hamburg. Am Hamburger Hafen ist am Freitag die Jan-Fedder-Promenade eingeweiht worden. Der Hamburger Volksschauspieler wäre an diesem Tag 67 Jahre alt geworden. Die belebte Uferpromenade zwischen Landungsbrücken und Baumwall hatte bisher offiziell keinen Namen.

Die Benennung sei das schönste Geburtstagsgeschenk, das ihr Mann je bekommen habe, sagte Witwe Marion Fedder bei der Feierstunde an den Landungsbrücken. Der Hamburger Hafen sei seine Heimat gewesen. „Jan würde sagen: ‚Fedder geht‘s nicht!‘“

Der Schauspieler Jan Fedder steht bei Dreharbeiten zur ARD-Reihe "Der Hafenpastor" vor der St. Pauli Kirche. © Quelle: Angelika Warmuth/dpa
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Innensenator Andy Grote (SPD) erinnerte daran, dass am Hafen der Lebensmittelpunkt von Jan Fedder gewesen sei. Hier habe die Kneipe seiner Eltern und die Tankstelle seines Großvaters gestanden. Nur wenige Menschen würden so für Hamburg und die Polizei stehen wie der „Ehrenkommissar“ Jan Fedder.

Kultursenator: „Jan Fedder gehört für immer zu Hamburg“

Jan Fedder (1955-2019) hat von 1990 an in der ARD-Vorabendserie „Großstadtrevier“ den Polizisten „Dirk Matthies“ gespielt und ihm zum Kultstatus verholfen. 2000 wurde Fedder Ehrenkommissar der Hamburger Polizei. In der Fernseh-Satire „Neues aus Büttenwarder“ verkörperte er den Bauern Kurt Brakelmann. Seine erste größere Rolle hatte er 1981 in dem Film „Das Boot“. Später spielte er in mehreren Filmen den „Hafenpastor“, außerdem war er in den Siegfried-Lenz-Verfilmungen „Das Feuerschiff“ und „Der Mann im Strom“ zu sehen. Fedder starb mit 64 Jahren in Hamburg an einer Krebserkrankung.

Jan Fedder habe wie kaum ein anderer die Hamburger Seele verkörpert, sagte Kultursenator Carsten Brosda (SPD). Unvergesslich sei die große Anteilnahme gewesen, mit der Hamburg vor zwei Jahren Abschied von ihm genommen habe. „Wir werden uns hier immer gerne an einen kantigen Typen erinnern, der für immer zu Hamburg gehört.“

Jan Fedder war „ein Botschafter Hamburgs“

Nach den Worten von Bezirksamtsleiter Ralf Neubauer (SPD) war Jan Fedder „ein Botschafter Hamburgs“. Viele würden sich die Hamburger vorstellen wie ihn: „Nicht mehr Worte als nötig, aber ein riesengroßes Herz.“

Bereits kurz nach seinem Tod am 30. Dezember 2019 hatte sich die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte im Januar 2020 für eine entsprechende Ehrung eingesetzt. In Hamburg ist es Tradition, dass bedeutende Persönlichkeiten frühestens zwei Jahre nach ihrem Tod mit einem Straßennamen geehrt werden.

RND/epd und dpa

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