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Geheimsache Geheimagent: Wer wird der nächste Bond-Darsteller?

Seine Amtszeit läuft definitiv ab: Schauspieler Daniel Craig hat die Figur Bond geprägt.

Der neue Bond war blond: Köstlich amüsierte sich die globale Fangemeinde über den britischen Kinoagenten, als Daniel Craig 2005 offiziell in London bei einer Themse-Fahrt vorgestellt wurde. Und dann trug das vermeintliche Weichei auch noch eine orangefarbene Rettungsweste auf dem Fluss!

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17 Jahre später ist mit Craig eine Ära zu Ende gegangen, in der Ian Flemings Romanfigur tiefer auf der Leinwand ausgelotet wurde als je zuvor. Schon nach Craigs erstem Auftritt in „Casino Royale“ (2006) lachte niemand mehr über den Blondie. Vergessen war da auch, dass sich zunächst noch der bequem gewordene Pierce Brosnan Hoffnung auf einen weiteren Film gemacht hatte und dass Clive Owen, Hugh Jackman, Colin Firth und Eric Bana für die begehrte Agentenrolle hoch gehandelt worden waren. Plötzlich konnte es nur noch einen Bond geben.

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Pandemiebedingt ist Craig noch immer im Amt als der berühmteste Spion der Welt. Über seine Nachfolge wird aber schon heiß diskutiert, seit er nach dem vierten Kinoeinsatz „Spectre“ (2015) bemerkte, er würde sich lieber die Pulsadern aufschneiden, als noch einmal die Welt zu retten. Den Job übernahm er dann doch wieder in „Keine Zeit zu sterben“, angeblich überzeugten ihn 25 Millionen Dollar Gage. Jetzt aber ist für den 53-Jährigen endgültig Schluss. Im 26. Bond wird ein anderer den Dienstsmoking samt Walther PPK aus dem Schrank holen.

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Der kleine Rückblick auf Craigs Anfänge ist lehrreich bei den Spekulationen über den nächsten Bond-Darsteller. Die Wahl lässt sich offenbar so schwer ausrechnen wie die des nächsten Literaturnobelpreisträgers (also gar nicht). Sie wird so geheim ausgehandelt wie eine Papstwahl in der Sixtinischen Kapelle (okay, 2005 verplapperte sich im Fall Craig dessen Mutter). Und wie bei der Kür eines neuen Bundespräsidenten ist es besser, seinen Hut nicht selbst in den Ring zu werfen (die Ausnahme Frank-Walter Steinmeier bestätigt die Regel).

Bond muss der ganzen Welt gefallen

Gerade weil die Suche nach dem neuen Bond so diffizil ist, schießen die Gerüchte ins Kraut. Bond muss der ganzen Welt gefallen – und er muss ein zeitgemäßer Vertreter sein. „Sexistische, frauenfeindliche Dinosaurier“, wie Bonds Chefin M mal bemerkte, sind nicht mehr vermittelbar. Manche Schauspielagenturen testen auch den Marktwert ihrer Klienten, indem sie mal eben deren Namen lancieren. Londons Wettanbieter nehmen den Hype sowieso gern mit.

Die Wahl aber treffen andere: Wann Bond gekürt wird, entscheidet die Produzentenfamilie um Barbara Broccoli und Michael G. Wilson nach ihrem eigenen Fahrplan – und für den nächsten Film gibt es bislang weder einen Regisseur noch ein Drehbuch geschweige denn einen Termin.

Zumindest ein paar Dinge scheinen festzustehen: Bond wird auch künftig von einem Mann verkörpert (auch wenn Lashana Lynch alias Nomi im letzten Film die Dienstnummer von Bond geerbt hatte), und es soll ein Brite sein. Im „Hollywood Reporter“ verkündete Broccoli: „Ich glaube, dass er ein Mann sein wird, denn ich denke, dass eine Frau nicht James Bond spielen sollte. Ich glaube daran, Figuren für Frauen zu schreiben und nicht einfach Männerrollen von Frauen spielen zu lassen. Bond sollte auch britisch sein – und britisch kann jede Ethnie sein.“

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Craigs schmerzende Knochen

Damit kommt Idris Elba ins Spiel, der längst Spaß daran gefunden hat, mit der Bond-Rolle in Verbindung gebracht zu werden. Sein Amüsement dürfte umso größer sein, als er selbst ahnen dürfte, dass seine Chancen mit jedem Jahr schwinden: Der schwarze Schauspieler, 1972 geboren, wäre beim nächsten Film kaum jünger als Craig jetzt. Soll er mit schmerzenden Knochen bei den Dreharbeiten Kopf und Kragen riskieren, worunter Craig zuletzt litt – und sich auch manche Verletzung zuzog?

(K)ein realistischer Bond-Kandidat? Idris Elba.

(K)ein realistischer Bond-Kandidat? Idris Elba.

Den Bond-Produzenten ist daran gelegen, einen Mann für eine neue Ära aus dem Hut zu zaubern. Bond ist immer noch eine der wertvollsten Marken im kriselnden Kinogeschäft, da sollte das Gesicht dahinter nicht zu oft ausgetauscht werden. Und überhaupt: Zu sehr verschmolzen mit einer anderen Kinorolle sollte dieses Gesicht auch nicht sein, wenn man künftig allein James Bond darin entdecken soll.

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Das wiederum dürfte die Chancen von Henry Cavill mindern, der einst schon gegen Craig beim Bond-Casting das Nachsehen hatte. Er ist inzwischen als „Superman“-Darsteller etabliert. Tom Holland wiederum firmiert mittlerweile ebenfalls als Superheld in Strumpfhosen, nämlich als „Spider-Man“. Dem Nordiren Jamie Dornan, gerade in Kenneth Branaghs Drama „Belfast“ dabei, werden Chancen eingeräumt, auch wenn er weiß ist. Ein Liebling der Buchmacher ist der junge britisch-simbabwische Schauspieler Regé-Jean Page. Er hat die Zuschauer in der Netflix-Serie „Bridgerton“ bezirzt.

Lächelt so ein künftiger Bond-Darsteller? Regé-Jean Page soll Chancen auf die Rolle haben.

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Nur eines ist bislang klar: „Bond will return.“ So lautete die Verheißung am Ende von „Keine Zeit zu sterben“. Vielleicht erfahren wir am 5. Oktober dieses Jahres mehr. Am „Global James Bond Day“ wird der 60. Jahrestag des ersten Bond-Films „007 jagt Dr. No“ begangen. Das wäre ein passender Verkündigungstermin.

Und falls nicht, bleibt immer noch der unschlagbare Tipp von Craig selbst: Der begeisterte Fan des FC Liverpool brachte dessen Trainer Jürgen Klopp als neuen Bond ins Spiel.

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