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  • Italien, Imperia: Deutsche stürzt unter Drogeneinfluss von Klippe - Prozess gegen Tatverdächtigen gestartet

Deutsche Studentin von Klippe gestoßen? Prozess gegen Italiener gestartet

  • Im Sommer 2018 stürzt eine Kasseler Studentin im Italien-Urlaub von einer Klippe in die Tiefe.
  • Ein Mann soll der damals 21-Jährigen zuvor Drogen gegeben und sie dann den Abhang herunter gestoßen haben.
  • Jetzt ist der Prozess gegen den Verdächtigen in Italien gestartet.
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Imperia. Mehr als eineinhalb Jahre nach dem Sturz einer Studentin aus Hessen von einer Klippe hat im italienischen Imperia der Prozess gegen einen Angeklagten begonnen. Ihm werden ein versuchter sexueller Übergriff, fahrlässige Körperverletzung und Drogenvergehen zur Last gelegt. Der Mann soll die damals 21-Jährige im Juli 2018 in Sanremo (Ligurien) am Meer einen Abhang hinab gestoßen haben.

Prozess in Imperia: Opfer ist nicht persönlich vor Ort

Wie der Anwalt der jungen Frau am Dienstag weiter sagte, will das Gericht seine Mandantin per Videoschalte in Deutschland vernehmen. Diese Anhörung sei für den 17. Juni vorgesehen. Die Studentin war bei Prozessauftakt am Dienstag nach seinen Angaben nicht vor Ort. Das Gericht in Imperia habe dem Vorschlag der Gegenseite zu einem verkürzten Verfahren mit vermutlich nur noch zwei Anhörungen zugestimmt. Die zweite dürfte dann im Juli stattfinden.

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Klippensturz in Italien: Studentin leidet weiterhin an den Folgen der Tat

Die Frau war in die Tiefe gestürzt und hatte sich schwer verletzt. Der Angeklagte soll der Urlauberin auch Drogen gegeben haben. Nachdem er festgenommen worden war, bestritt er die Vorwürfe und sprach von einem “Unglück”. Die Frau, die in Marburg studiert, war Anfang 2019 in Deutschland von der Kasseler Polizei zum Geschehen vernommen worden. Sie leidet nach Angaben ihrer Mutter weiterhin an den Folgen der Tat.

Bereits am 4. Februar hatte es einen ersten Termin für einen Prozessbeginn gegeben. Dieser musste aber wegen eines Fehlers am Gericht verschoben werden, wie der Anwalt des Mannes gesagt hatte. Sein Mandant sei zwischenzeitlich teils auf freiem Fuß und teils wegen eines anderen Vorfalls im Gefängnis gewesen.

RND/dpa

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