Ist die Leiche in Rendsburg eine seit 2018 vermisste Frau?

  • Die Leiche einer Frau, die auf einem Dachboden in einem Rendsburger Mehrfamilienhaus gefunden wurde, könnte schon sehr lange dort gelegen haben.
  • Die Polizei prüft, ob es sich um eine seit Herbst 2018 vermisste Frau handelt.
  • Die Leiche wurde bei einer Durchsuchung wegen eines anderen Mordfalls entdeckt. Der Tatverdächtige schweigt.
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Rendsburg. Die auf einem Rendsburger Dachboden entdeckte Frauenleiche hat möglicherweise lange Zeit dort gelegen. Es werde geprüft, ob es sich um eine seit Herbst 2018 vermisste Frau handelt, sagte der Kieler Oberstaatsanwalt Michael Bimler am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Die Identität sei aber noch nicht klar. Von der im Haus eines Mordverdächtigen entdeckten, stark verwesten Leiche war teilweise nur noch das Skelett übrig. „Sie war eingepackt in Plastik“, sagte Bimler.

Der Verdächtige schweigt zu den Vorwürfen

In dem Mehrfamilienhaus lebte ein 40-Jähriger, der von der Kieler Staatsanwaltschaft wegen des gewaltsamen Todes einer Prostituierten in Rendsburg wegen Mordverdachts angeklagt worden ist. Die Frau war mit stumpfer Gewalteinwirkung sowie dem Überziehen einer Plastiktüte über den Kopf getötet worden. Ein Zeuge entdeckte den Leichnam Ende September in einer Wohnung. Der Verdächtige wurde als letzter Freier der Frau ermittelt. Er sitzt in Untersuchungshaft und schweigt zu den Vorwürfen.

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Bei der Spurensuche auf dem Dachboden des Mehrfamilienhauses, in dem der Mann mit seiner Partnerin lebte, entdeckte die Polizei am Mittwoch die zweite Leiche. „Wir gehen davon aus, dass die Fälle zusammenhängen“, sagte Oberstaatsanwalt Bimler. Wie die am Mittwoch entdeckte Tote ums Leben kam, steht noch nicht fest. Es sind noch zusätzliche Untersuchungen nötig.

RND/dpa

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