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Isolierte Familie vom Hof in Holland: Hauptverdächtige bleiben in U-Haft

  • Die beiden Männer, die neun Jahre lang sechs Menschen auf einem Hof in den Niederlanden gefangen hielten, bleiben weitere drei Monate in U-Haft.
  • Der Fall war Ende 2019 ans Licht gekommen, als der Sohn einer der Verdächtigen in einer Kneipe um Hilfe bat.
  • Die Männer sollen über Jahre hinweg die Kinder in “psychischer Gefangenschaft” gehalten haben.
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Assen. Im Fall der über Jahre isolierten Familie auf einem Bauernhof im Nordosten der Niederlande hat das Gericht die Haftbefehle für die beiden Hauptverdächtigen verlängert. Die beiden Männer müssten weitere drei Monate in Haft bleiben, urteilte das Gericht in Assen am Montag. Dem Niederländer Gerrit Jan van D. und dem Österreicher Josef B. werden unter anderem Freiheitsberaubung von den sechs Kindern des Niederländers zur Last gelegt. Sie sollen nach Darstellung der Anklage über Jahre hinweg die Kinder in “psychischer Gefangenschaft” gehalten haben.

Der Vater lebte neun Jahre lang mit seinen sechs Kindern auf einem abgelegenen Hof beim Dorf Ruinerwold in der Provinz Drenthe nahe der deutschen Grenze. Er soll auch eine Tochter und einen Sohn vergewaltigt haben. Die Hintergründe des Falles sind noch weitgehend unklar. Der Mann hatte nach Darstellung der Anklage eine Art eigene Natursekte entwickelt. Der Österreicher hatte den Hof gemietet und die Familie ernährt. Er weist alle Vorwürfe zurück.

Kinder sind heute volljährig

Der Fall war Ende 2019 ans Licht gekommen, als ein Sohn in einer Dorfkneipe um Hilfe gebeten hatte. Die Kinder sind heute volljährig. Die Mutter war bereits vor Jahren gestorben. Der Vater kann nach einem Schlaganfall nicht mehr sprechen. Er lehnt nach Angaben der Verteidigung aber die vom Gericht angeordnete neurologische Untersuchung ab, um seine Prozessfähigkeit festzustellen.

Wann das Hauptverfahren beginnen soll, ist noch unklar.

RND/dpa

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