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Ischgl-Wirt entschuldigt sich: “Wäre sinnvoller gewesen, früher zu schließen”

  • Der österreichische Ort Ischgl wurde vom Après-Ski-Mekka zur Corona-Keimzelle.
  • Es laufen Ermittlungen wegen der späten Schließung von Pisten, Bars und Hotels.
  • Nun zeigt sich der Ischgl-Wirt, in dessen Bar es den ersten Fall gab, einsichtig.
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Ischgl gilt als einer der Hotspots, von denen aus sich das Coronavirus verbreitet hat. Dem Skiort wird von vielen Seiten vorgeworfen, Pisten, Hotels, Après-Ski-Bars und Co. erst zu spät geschlossen zu haben. Dutzende Urlauber infizierten sich dort mit dem neuartigen Virus.

Nun hat sich einer der Wirte dort einsichtig gezeigt. Im Kitzloch, einem der angesagtesten Après-Ski-Lokale des Ortes, von Bernhard Zangerl gab es den ersten bestätigten Corona-Fall in dem Ort – ein Barkeeper hatte sich infiziert. Der Wirt sagt der “Bild”: “Es wäre sinnvoller gewesen, früher zu schließen. Aber wir haben auf die Behörden und die Anweisungen der Ärzte vertraut.” Die hätten nach dem ersten Corona-Fall gesagt, dass Zangerl nur seine Bar desinfizieren und die Mitarbeiter austauschen solle. “Im Nachhinein lässt es sich natürlich anders einschätzen”, so Zangerl.

Kanzler Kurz: Sollte es in Ischgl zu Fehlverhalten gekommen sein, werden Verantwortliche bestraft

Vorwürfe, dass Skiorte wie das österreichische Ischgl eine zentrale Rolle bei der Verbreitung des Virus gespielt hätten, bezeichnete Österreichs Regierungschef Sebastian Kurz (ÖVP) am Donnerstag als wenig konstruktiv. Er halte nichts von Schuldzuweisungen. Sollte es im Fall Ischgl zu Fehlverhalten gekommen sein, würden die Verantwortlichen bestraft.

RND/hsc/dpa

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