Instagram-Model lässt sich Augäpfel tätowieren und erblindet

  • Die 25-jährige Alexandra Sadowska will aussehen wie ein von ihr verehrter Rapper und lässt sich die Augäpfel schwarz tätowieren.
  • Der Grusel-Look führt zur fast vollständigen Erblindung des Instagram-Models.
  • Dass der Trend unter Hip-Hop-Künstlern Gefahren fürs Augenlicht birgt, ist schon länger bekannt.
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Tätowieren ist längst raus aus dem Ruch der Körperkunst für zwielichtige Subjekte. Jeder macht’s und nur manchmal geht es entsetzlich schief wie jetzt bei dem polnischen Instagram-Model Alexandra Sadowska. Die 25-Jährige ist nach einer Tattooaktion auf dem rechten Auge erblindet und verliert derzeit auch die Sehkraft ihres linken Auges mit beängstigender Geschwindigkeit. Das berichtete die Onlineausgabe des britischen “Mirror”.

Gegen die Schmerzen sollte Sadowska Schmerzmittel einnehmen

Sadowska wollte aussehen wie ein nicht genannter, von ihr angehimmelter Rapper. Dazu wollte sie das Weiß ihrer Augen schwarz färben. Ein Warschauer Tätowierer, von lokalen Medien als Piotr A. bezeichnet, führte die riskante Prozedur durch. Die Schmerzen, die Sadowska spürte, seien völlig normal, wurde ihr mitgeteilt. Sie solle Schmerzmittel einnehmen.

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Doch die Folgen sind schwerwiegend: Konsultierte Ärzte hätten keine Hoffnung, ihr Augenlicht wiederherzustellen. Sie sagen, dass Sadowska binnen kurzer Zeit vollständig erblinden werde. Piotr A. drohen wegen des katastrophalen Ergebnisses seiner Arbeit drei Jahre Haft.

Unter Rappern sind schwarze Augäpfel hip geworden

Unter Rappern ist das relativ schmerzlose Färben des Augapfels in den letzten Jahren zum nicht ungefährlichen Trend geworden. Während der jamaikanische Dancehall-Rapper Alkaline mit der Veränderung offenbar keine Probleme hatte, wurde der ihm nacheifernde Rapper Mace, bürgerlich Derrick Walters aus Brooklyn, 2015 nach der Tinteninjektion mit Komplikationen auf dem rechten Auge in eine Klinik eingeliefert. Einige Wochen danach gab Mace bei Facebook an, sich von den Sehproblemen erholt zu haben.

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Später stellte sich heraus, dass sich sein Vorbild Alkaline in Wahrheit schwarze Kontaktlinsen eingesetzt hatte.

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Gegenüber der Website Opposing Views äußerte sich ein Tätowierer des Tattoostudios Happy Sailor im Londoner Stadtbezirk Hackney schon 2015, dass der Prozess einer Augapfelfärbung kein Tätowieren im eigentlichen Sinn sei, sondern eine Injektion. Und dass die entsprechende Tinte von Ärzten verabreicht werden sollte, nicht von Tätowierern. Eingedenk dessen, was Schmutzpartikel an Infektionen im Auge anrichten könnten, könne man sich die möglichen Auswirkungen von Nadel und Tinte ausmalen.

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