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  • Indonesisches U-Boot vermutlich auf Meeresgrund: Sauerstoff reicht noch bis Samstagfrüh

Sauerstoff in vermisstem indonesischem U-Boot reicht nur noch bis Samstagfrüh

  • Bis Samstagfrüh haben die Retter noch Zeit, um das vermisste indonesische U-Boot zu finden.
  • Danach geht den 53 Seeleuten an Bord der Sauerstoff aus, erklärt ein Militärsprecher.
  • Die Armee vermutet, dass das U-Boot in 600 bis 700 Metern Tiefe auf dem Meeresgrund liegt.
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Jakarta. Bei der Suche nach dem vor Bali vermissten indonesischen U-Boot läuft den Rettern die Zeit davon. Der Sauerstoff für die 53 Menschen an Bord dürfte nach Angaben der Marine nur noch bis Samstagfrüh (Ortszeit) reichen. „Wir werden die Anstrengung heute maximieren bis die Zeit morgen um 3 Uhr abläuft“, sagte Militärsprecher Achmad Riad am Freitag. Lebenszeichen gab es nicht.

Das U-Boot KRI Nanggala der indonesischen Marine fährt in den Gewässern vor Ost-Java (Luftbild aus dem Jahr 2014.). © Quelle: Eric Ireng/AP/dpa

Am Freitag liefen zwei weitere Schiffe aus, um die „KRI Nanggala 402“ aufzuspüren. Insgesamt beteiligten sich 24 Schiffe und ein Patrouillen-Flugzeug an der Suche. Es wurden auch Rettungsschiffe aus Singapur und Malaysia erwartet. Aus Australien waren zwei Kriegsschiffe unterwegs, eines davon mit Sonar und einem Hubschrauber. Die USA, Deutschland und zahlreiche weitere Staaten haben nach Marineangaben ebenfalls Hilfe angeboten.

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Das 1981 in Deutschland gebaute U-Boot war am Mittwoch zu einer Tauchfahrt aufgebrochen und hat sich seither nicht wieder gemeldet. Nach Angaben der Marine könnte es einen Stromausfall an Bord gegeben haben, durch den Rettungsmaßnahmen und ein Wiederauftauchen unmöglich geworden sein könnten.

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Noch immer unklar war, wo das U-Boot überhaupt abgeblieben ist. Die Armee vermutete es in 600 bis 700 Metern Tiefe. Dem Wasserdruck dort könnte die „KRI Nanggala 402“ wahrscheinlich gar nicht standhalten. Am Donnerstag berichtete Admiral Yudo Margono, in 50 bis 100 Metern Tiefe sei ein noch unbekanntes Objekt geortet worden, das sehr magnetisch sei. Die Regierung hoffte, dass es sich dabei um das U-Boot handelt. Präsident Joko Widodo rief zu Gebeten für die Mannschaft auf.

RND/AP

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