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Indonesiens Präsident besucht Katastrophengebiet - mehr als 160 Tote nach Zyklon

  • Nach verheerenden Sturzfluten und Erdrutschen in Indonesien hat der Präsident Joko Widodo die betroffenen Regionen besucht.
  • Der Zyklon „Seroja“ hatte zuvor mehrere Inseln heimgesucht und enormen Schaden angerichtet.
  • Mindestens 165 Menschen verloren ihr Leben.
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Jakarta. Der indonesische Präsident Joko Widodo hat am Freitag die von verheerenden Sturzfluten und Erdrutschen verwüstete Provinz Ost-Nusa-Tenggara im Osten des Inselstaates besucht. Mindestens 165 Menschen sind nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde am vergangenen Wochenende ums Leben gekommen, nachdem der Zyklon „Seroja“ mehrere Inseln heimgesucht hatte. Mehr als 45 würden noch immer vermisst, hieß es.

Widodo fliegt auf stark betroffene Insel

Nach seiner Ankunft in der Provinz flog Widodo mit einem Hubschrauber auf die Insel Lembata, wo Dutzende Menschen ums Leben gekommen waren, als nach heftigen Regenfällen eine Lawine aus Schlamm und Schutt vom Vulkan Lewotolo abgegangen war. Es sei wichtig, dass lokale Politiker Wetterentwicklungen überwachten, so dass sie die Bürger rechtzeitig vor Bedrohungen warnen könnten, sagte er.

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Neben Lembata waren auch die Inseln Adonara und Alor schwer betroffen. Vielerorts bot sich ein Bild totaler Zerstörung. Auch in der angrenzenden Inselrepublik Osttimor starben durch die Unwetter mehr als zwei Dutzend Menschen, rund 70 wurden noch vermisst und Tausende aus ihren Häusern vertrieben.

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Indonesien bittet andere Länder um Hilfe

Die Regierung in der Hauptstadt Dili schätzte die Schäden am Freitag auf mindestens 132 Millionen Dollar (112 Millionen Euro) und bat Australien und andere Länder um Hilfe. Regierungssprecher Fidelis Leite Magalhaes sprach laut der Zeitung „Sydney Morning Herald“ von einem „Cocktail katastrophaler Auswirkungen“ durch die Überflutungen, darunter mögliche Krankheiten wie Cholera, Dengue-Fieber und Malaria. Auch wurde eine Zunahme der Corona-Fälle befürchtet, nachdem der erst 2002 unabhängig gewordene Zwergstaat das Virus bislang weitgehend unter Kontrolle hatte.

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Ein Mann steht auf einer zerstörten Straße nach einer Überschwemmung. Landesweit ist die Zahl der Todesopfer nach den Überschwemmungen und Erdrutschen im Osten des Inselreiches weiter gestiegen. © Quelle: Kandhi Barnez/AP/dpa

Besonders in der Regenzeit zwischen Oktober und April kommt es in der Region immer wieder zu schlimmen Naturkatastrophen. Indonesien und Osttimor liegen zudem auf dem sogenannten pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde.

RND/dpa

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