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Insgesamt mehr als 120 Toten

Nach Stadion-Panik in Indonesien: Mehr als 30 Minderjährige unter Toten

Ein Mann legt Blumen vor dem Kanjuruhan-Stadion in Malang, Indonesien, nieder, wo am Samstag, 01.10.2022, mehr als 120 Menschen bei einer Massenpanik gestorben sind. Berichten zufolge waren unter den Toten mindestens 33 Kinder und Jugendliche.

Ein Mann legt Blumen vor dem Kanjuruhan-Stadion in Malang, Indonesien, nieder, wo am Samstag, 01.10.2022, mehr als 120 Menschen bei einer Massenpanik gestorben sind. Berichten zufolge waren unter den Toten mindestens 33 Kinder und Jugendliche.

Malang. Unter den mehr als 120 Toten bei der Massenpanik in einem indonesischen Fußballstadion sind den Behörden zufolge mindestens 33 Kinder und Jugendliche. Das bisher jüngste identifizierte Opfer sei ein drei oder vier Jahre altes Kleinkind, sagte ein Sprecher des Ministeriums für Frauenförderung und Kinderschutz am Dienstag. Insgesamt waren bei der Tragödie im Kanjuruhan-Stadion in der Stadt Malang mindestens 125 Menschen ums Leben gekommen.

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Nach dem Erstliga-Spiel zwischen Arema FC und Persebaya FC in der Provinz Ost-Java waren am Wochenende Tausende Fans auf das Spielfeld gestürmt. Die Polizei setzte massiv Tränengas ein und drängte die Menschen mit Schlagstöcken zurück auf die Ränge. Es kam zu einer Massenpanik, für viele gab es kein Entkommen. Die meisten Opfer starben an Sauerstoffmangel oder wurden zu Tode getrampelt. Hunderte Zuschauer wurden verletzt. Es ist eine der schlimmsten Stadion-Katastrophen in der Geschichte des Fußballs.

Mutmaßlicher Verstöße gegen die Berufsethik

Als erste personelle Konsequenz war am Montag der Polizeichef von Malang, Ferli Hidayat, von seinem Amt entbunden worden. Neun weitere Beamte wurden suspendiert, gegen mindestens 28 Polizeibeamte werde wegen mutmaßlicher Verstöße gegen die Berufsethik ermittelt, wie der nationale Polizeisprecher Dedi Prasetyo mitteilte. Die Regierung setzte zudem ein unabhängiges Expertenteam zur Klärung der Hintergründe ein. Dieses soll untersuchen, warum die Polizei auf dem mit Menschen überfüllten Platz überhaupt Tränengas eingesetzt hat. Dies ist nach den Regeln des Weltverbands FIFA in Stadien verboten.

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RND/dpa

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