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Erdrutsche durch Monsunregen in Westindien: mehr als 100 Tote

  • Der Monsun ist ein wiederkehrendes Phänomen in Westindien, doch fällt in diesem Jahr stellenweise so viel Niederschlag wie seit langem nicht mehr.
  • Mindestens 100 Menschen sterben, mehr als 1000 müssen gerettet werden.
  • Experten ziehen eine Verbindung zum Klimawandel.
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Neu Delhi. Monsunregen hat im Westen Indiens Erdrutsche ausgelöst, in denen mehr als 100 Menschen ums Leben kamen. Wegen Hochwassers mussten nach Angaben eines Beamten des Bezirks Raigad im Unionsstaat Maharashtra mehr als 1000 Menschen in der Nacht zum Freitag aus dem Gebiet in Sicherheit gebracht werden. Viele hätten auf Dächer von Häusern flüchten müssen, einige seien sogar von Bussen gerettet worden, die auf überschwemmten Straßen steckengeblieben seien, sagte Nidhi Chaudhary. Mehr als 30 Menschen wurden nach Behördenangaben vermisst.

Unter den Toten waren laut Chaudhary 54 Menschen, die in vier Erdrutschen in den Bezirken Raigad und Ratnagiri ums Leben kamen. Laut der Nachrichtenagentur PTI kamen im Bezirk Satara 27 Menschen beim Einsturz von Häusern um oder wurden von der Flut mitgerissen. Mehr als 20 Tote seien aus den Bezirken Gondia und Chandrapur gemeldet worden.

Der Regen ließ am Freitag nach, das Wasser ging zurück. Dies erleichtere es den Rettungskräften, das Gebiet zu erreichen, sagte Chaudhary. Ministerpräsident Narendra Modi sagte den Betroffenen Unterstützung zu.

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200 Menschen aus bergigen Gebieten gerettet

Auch in anderen Bezirken Maharashtras gab es Überschwemmungen, wie PTI meldete. In Ratnagari wurden nach Starkregen 200 Menschen aus bergigen Gebieten gerettet. Chiplun, eine Küstenstadt mit 70 000 Einwohnern, stehe zur Hälfte unter Wasser. Auch die Technologiemetropole Hyderabad war von Überschwemmungen betroffen. Dort fielen nach Angaben von Meteorologen im Juli bislang 30 Zentimeter Regen, so viel wie seit zehn Jahren nicht.

In Mumbai waren am vergangenen Wochenende 30 Menschen bei Erdrutschen ums Leben gekommen, die von Regen ausgelöst worden waren. In der Monsunsaison von Juni bis September ereignen sich alljährlich solche Katastrophen.

Experten sagen allerdings, der heftige Regen an der indischen Westküste stehe in Einklang mit Veränderungen, die sich in den vergangenen Jahren durch den Klimawandel ergeben hätten. „Die Häufigkeit und Intensität schwerer Regenfälle hat zugenommen“, sagte Roxy Mathew Koll, Wissenschaftler am Indischen Institut für tropische Meteorologie in Pune.

RND/AP

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