Im Panda-Look eingefärbte Hunde sorgen für Diskussionen

  • In der südchinesischen Stadt Chengdu sorgt ein Café für Diskussionen. Dort sollen „Panda-Hunde“ Gäste anlocken.
  • Das Geschäft mit den „Panda-Hunden“ läuft so gut, dass das Café mittlerweile Haarfärbungen für fremde Hunde anbietet.
  • Tierschutzorganisationen kritisieren das Vorgehen.
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Chengdu. „Panda-Hunde“ sorgen derzeit für Diskussionen. Wie „Spiegel Online“ berichtet, setzt ein Café in der südchinesischen Stadt Chengdu wie Pandas gefärbte Chow-Chows als Attraktion ein, um Kunden anzulocken. Wie der Cafébesitzer in einem Video berichtet, kommen die „Panda-Hunde“ bei den Kunden so gut an, dass er mittlerweile auch fremde Hunde färbe.

Einen Hund färben zu lassen kostet 1500 Yuan, umgerechnet derzeit rund 190 Euro. Dem Hund die typische Panda-Färbung zu verpassen, dauert etwa einen Tag. Verwendet wird eine aus Japan importierte Farbe. Laut dem Besitzer des Cafés bestehen für die Hunde dabei keine Gefahren.

Tierschützer bezweifeln Ungefährlichkeit

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Die Ungefährlichkeit bezweifeln Tierschützer allerdings. Wie ein Tierarzt gegenüber „Hongxing News“ angab, könne das Färben der Hunde sehr wohl gefährlich sein. So bestünden Gefahren für das Fell und die Haut der Hunde. Auch die Tierschutzorganisation Peta bezweifelt die Ungefährlichkeit des Haarfärbemittels.

Bereits 2018 berichtete Peta über einen Fall, bei dem ein Hund mit Haarfärbemittel behandelt wurde. Der Hund erlitt dabei schwere Verätzungen an der Haut. „Kein Tier hat ein natürliches Verlangen danach, gefärbt, gepierct, tätowiert, verstümmelt oder auf eine andere Weise modifiziert zu werden, nur um den ästhetischen Vorlieben des Menschen gerecht zu werden“, schreibt die Tierschutzorganisation zu diesem Fall.

Vorgehen wird heiß diskutiert

Auf der chinesischen Online-Plattform „Weibo“ wurde neben positiven Kommentaren auch Kritik am Vorgehen des Cafés laut. Ein Nutzer schreibt: „Obwohl sie gefärbt sind und sehr süß aussehen, ist dies eine Verletzung und ein Missbrauch der Tiere!“

RND/mw