Im Campingurlaub: 13-Jähriger stirbt an hirnfressender Amöbe

  • Tanner Lake Wall aus Florida wurde nur 13 Jahre alt.
  • Der Junge hat sich offenbar beim Baden in einem See im Campingurlaub eine hirnfressende Amöbe zugezogen.
  • Seine Eltern werben nun dafür, Warnschilder an heißen Süßwasserseen anzubringen.
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Es sollte nur ein Campingtrip mit der Familie werden – doch für Familie Wall endete der Urlaub in einer Tragödie: Ihr 13 Jahre alter Sohn Tanner wurde beim Baden im See von einer Amöbe befallen – die zerfraß sein Hirn. Der Vorfall soll sich laut der Familie bereits Ende Juli ereignet haben. Tanner sei mit Freunden im See am Campingplatz im Norden von Florida schwimmen gewesen und habe auch den Wasserpark ausgiebig genutzt.

Doch nach dem Urlaub wurde er plötzlich krank: Tagelang litt Tanner an Übelkeit und Erbrechen und an starken Kopfschmerzen. Laut seinem Vater Travis Wall habe das Kind zunehmend über einen steifen Nacken geklagt. Zunächst diagnostizierten die Ärzte im Krankenhaus eine Halsentzündung, doch die Eltern, so erzählen sie es gegenüber News4Jax, hatten im Gefühl, dass das nicht alles war. Sie fuhren ins nächste Krankenhaus – dort der Schock. “Die Ärzte dort sagten: ‘Es tut uns leid, Ihnen das sagen zu müssen, aber Ihr Sohn hat keine Meningitis. Er hat eine parasitäre Amöbe und es gibt keine Heilung’”, so der Vater zu dem Magazin.

Das Kind fiel ins Koma und hatte kurze Zeit später keine Hirnaktivitäten mehr, am 2. August entschied die Familie, die lebenserhaltenden Maschinen abzustellen. “Er war ein aktives Kind, er liebte es, draußen unterwegs zu sein. Er liebte das Jagen, das Fischen”, wird seine Mutter Alicia Whitehill im “People”-Magazine zitiert.

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Schon der zweite Todesfall in Florida in diesem Sommer

Nun wollen die Eltern dafür kämpfen, dass auf die Risiken beim Baden in warmen Süßwasserseen, vor allem zwischen Juli und September, hingewiesen wird – etwa mit Schildern. “Die Menschen müssen sich bewusst werden, dass diese Amöbe in deine Nase und dein Gehirn gelangen kann, durch tauchen, schwimmen, Wassersport, Wasserski und ähnliche Dinge”, so Travis Wall.

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Das Schicksal von Travis ist kein Einzelfall. In den USA starben laut der österreichischen Tageszeitung “heute” von 1962 bis 2018 141 Menschen durch Amöben. Nur vier Menschen überlebten die Erkrankung. In Florida kam es in diesem Sommer bereits schon einmal zu einem Todesfall: Ein 42 Jahre alter Mann starb an der Infektion.

RND/msk

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