Illegale Corona-Proteste in Sachsen: Männer greifen Polizisten an

  • Erneut kommt es bei einer nicht genehmigten Demonstration gegen Corona-Maßnahmen in Sachsen zu Angriffen auf Polizisten.
  • Insgesamt beteiligten sich in dem Bundesland 2000 Menschen an fast zwei Dutzend Versammlungen und sogenannten „Spaziergängen“.
  • Die Polizei war mit fast 400 Beamten im Einsatz.
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Zwönitz. Bei einer nicht genehmigten Demonstration von Kritikern der Corona-Maßnahmen in Sachsen haben zwei Männer Polizisten angegriffen. Zudem beleidigte der Ältere der beiden am Montag in Zwönitz (Erzgebirgskreis) die eingesetzten Beamten, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Die Einsatzkräfte hatten den Aufzug mit rund 100 Menschen gestoppt und umschlossen, um die Identitäten der Teilnehmer festzustellen. Dabei kam es zu den tätlichen Angriffen durch die 40 und 54 Jahre alten Männer.

Auch in Freiberg kamen bis zu 820 Menschen bei einer verbotenen Versammlung zusammen. In Chemnitz stellten Einsatzkräfte eine Gruppe von etwa 50 Personen fest, die sich in Richtung Stadtzentrum bewegte. Diese wurden wiederholt auf die geltenden Corona-Bestimmungen hingewiesen. Letztlich wurden den Angaben zufolge 13 Verstöße gegen die Infektionsschutzbestimmungen festgestellt.

Bei sieben angezeigten Versammlungen in Hainichen, Geringswalde, Döbeln, Hartha, Roßwein, Leisnig und Annaberg wurden die Auflagen, insbesondere zum Infektionsschutz, zum überwiegenden Teil eingehalten. Insgesamt wurden bei den sieben Versammlungen sowie 14 sogenannten „Spaziergängen“ rund 2000 Teilnehmer gezählt. Die Polizei war mit fast 400 Beamten im Einsatz.

RND/dpa

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