Illegale Böller gehortet: Bewährungsstrafe für 31-Jährigen

  • Er hortete illegale Feuerwerkskörper und handelte mit ihnen.
  • Am Montag wurde ein 31 Jahre alter Mann vor dem Landgericht Hanau zu einer Freiheitsstrafe verurteilt.
  • Ursprünglich war er der fahrlässigen Tötung angeklagt gewesen, nachdem ein Mann durch einen zu früh explodierenden Böller in der Neujahrsnacht 2018 so schwer verletzt wurde, dass er an den Folgen starb.
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Hanau. Wegen des Hortens und Handelns mit illegalem Feuerwerk ist ein Mann vom Landgericht Hanau (Hessen) zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und neun Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Vom ursprünglichen Vorwurf der fahrlässigen Tötung nach dem Tod eines Mannes aus dem Landkreis Cloppenburg wurde der 31-Jährige am Montag indes freigesprochen. Von einem zu früh explodierten Böller aus dem Vorrat des Hessen war in der Neujahrsnacht 2018 ein 22-Jähriger in Löningen schwer im Gesicht verletzt worden. Er starb sechs Tage später an den Folgen der Explosion. Das Opfer hatte diesen Böller aber nicht direkt von dem Angeklagten gekauft, sondern über einen Bekannten erhalten.

Die Richter sahen im Besitz der sogenannten Polenböller einen Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz. Der Angeklagte aus Hessen hatte das hierzulande wegen der starken Explosionswirkung verbotene Feuerwerk bundesweit über das Internet verkauft. Im Mai 2019 entdeckte die Polizei das Arsenal mit rund 1000 Böllern, Zeugen hatten Verdacht geschöpft. Insgesamt ging es um rund 90 Kilogramm reines Schwarzpulver. Der Angeklagte hatte ein Geständnis abgelegt und den illegalen Besitz eingeräumt. Das Urteil des Landgerichts ist noch nicht rechtskräftig.

RND/dpa

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