Ikea setzt Zeichen gegen Homophobie – mit Regenbogentasche

  • Die blauen Einkaufstaschen von Ikea sind längst Kult.
  • In Schweden werden sie nun dauerhaft durch eine Tasche mit Regenbogenmotiv ergänzt – als Zeichen gegen Homophobie.
  • In Deutschland müssen sich die Kunden noch etwas gedulden.
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Stockholm. Bereits vor einem Jahr bot der schwedische Möbelhersteller Ikea statt der kultigen blauen Plastiktasche eine in Regenbogenmuster an. Damals war es eine limitierte Auflage zur Gay Pride, die für 1,99 Euro auch in Deutschland schnell vergriffen war. Nun kommt die Tasche am 1. Juni zurück – allerdings vorerst nur in Schweden. “Es ist ein Produkt, das uns besonders am Herzen liegt”, sagte Ikea-Managerin Cornelia Kaufmann der Zeitung “Expressen”. Damit zeigen auch die Kunden Toleranz und unterstützen das Recht, dass jede und jeder sie oder er selbst sein kann.

Seit mehr als 30 Jahren gibt es die Tasche Frakta, nun wird sie also ergänzt um das Stück Storstomma, wie die Regenbogenvariante heißt. Der Erlös aus dem Verkauf der Tasche, die es in zwei Größen geben wird, geht an das UN-Flüchtlingshilfswerk, das sich für die Rechte von homo- oder transsexuellen Flüchtlingen einsetzt. “Das ist in Zeiten wie diesen, in denen unsere Menschenrechte auf neue Weise infrage gestellt werden, noch wichtiger”, wird Kaufmann zitiert.

Ikea Deutschland will Regenbogentasche im kommenden Jahr anbieten

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Die Kunden in Deutschland müssen indes noch auf das Produkt warten – aber auch hierzulande ist eine Erweiterung des Tragetaschensortiments geplant. “Leider können wir Storstomma in diesem Jahr noch nicht in Deutschland anbieten. Wir tun jedoch unser Möglichstes, unseren Kunden die Taschen im nächsten Jahr auch hierzulande wieder anbieten zu können”, sagte eine Ikea-Sprecherin dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.

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Die blauen Taschen von Ikea sind inzwischen in nahezu jedem Haushalt zu finden. Sie werden als Wäschesäcke oder Umzugstaschen genutzt – oder zum Großeinkauf.

RND/msk

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