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“Ich hoffe, sie sind im Affenhimmel”: Bewegende Trauerfeier in Krefeld

  • Mit einer bewegenden Trauerfeier haben rund 1000 Menschen am Donnerstag der verstorbenen Affen im Krefelder Zoo gedacht.
  • Vor dem Eingang bildete sich ein Meer von Kerzen, Blumen und Stofftieren.
  • Eine Frau aus Krefeld und ihre beiden erwachsenen Töchter sollen das Feuer ausgelöst haben, bei dem 30 Tiere starben.
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Krefeld. Vor dem Krefelder Zoo haben sich am Donnerstagabend knapp 1000 Menschen versammelt und um die gestorbenen Affen getrauert - darunter fünf Orang-Utans, zwei ältere Flachland-Gorillas und ein Schimpanse. Zwischen einem stetig wachsenden Meer von Kerzen, Blumen und Stofftieren legten viele Kinder Botschaften nieder.

Vor allem der 48 Jahre alte Gorilla Massa war sehr beliebt bei Besuchern. "Ich werde Massa und seine Freunde sehr, sehr vermissen", schrieb ein Junge. "Ich hoffe, sie sind im Affenhimmel und sehr glücklich." Der imposante Affe wurde jahrzehntelang von Kindern bestaunt und bewundert.

Ein Mädchen, das an diesem Ferientag mit seiner Mutter vor den geschlossenen Zoo gekommen war, sprach wie im Gebet: "Ich möchte, dass die Affen einen Platz im Himmel haben." Einige Erwachsene weinten auch. Eine Frau, die aus den nahen Niederlanden gekommen war, legte rund 70 langstielige Rosen nieder - obwohl sie nie in dem Zoo gewesen ist. "Sie sind so klug und wir schließen sie ein", sagte sie.

Ein Hund sitzt vor Trauerkerzen vor dem Krefelder Zoo. © Quelle: Roland Weihrauch/dpa

"Die Unterstützung der Bevölkerung überwältigt uns"

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Zuspruch und E-Mails an den Zoo trafen derweil aus ganz Deutschland ein. Sie hätte nicht erwartet, dass für tote Menschenaffen Kerzen aufgestellt werden, sagte Zoosprecherin Petra Schwinn. "Die Unterstützung der Bevölkerung - emotional wie finanziell - überwältigt uns. Die Anteilnahme ist sehr, sehr groß." Der Zoo erhoffe sich auch, dass der tägliche Tod der vom Aussterben bedrohten Menschenaffen dadurch ins Bewusstsein rücke.

Eine Beerdigung wird es für die durch den Brand umgekommenen Menschenaffen wohl nicht geben. Da es sich bei ihnen nicht um Haustiere, sondern um Wildtiere handele, sei dies nicht erlaubt, erläuterte die Sprecherin. Die Tiere wurden dem Veterinäruntersuchungsamt übergeben. Für die Mitarbeiter des Zoos solle es aber eine Trauerfeier geben.

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Eine Frau aus Krefeld und ihre beiden erwachsenen Töchter sollen das Feuer ausgelöst haben. Nachdem die Polizei Himmelslaternen als wahrscheinlichen Auslöser genannt hatte, hatten sich die Frauen im Alter zwischen 30 und 60 Jahren selbst bei den Ermittlern gemeldet. Dass es zu diesem tragischen Unglück kommen würde, hätten sie nicht geahnt und nicht gewollt, sagte Hoppmann am Donnerstag.

RND/dpa

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