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Weitere Opfer befürchtet

Zahl der Toten durch Hurrikan „Ian“ auf mehr als 80 gestiegen

Die Luftaufnahme zeigt schwere Schäden nach dem Hurrikan „Ian“ in Fort Myers in Florida.

Die Luftaufnahme zeigt schwere Schäden nach dem Hurrikan „Ian“ in Fort Myers in Florida.

Die Zahl der Toten durch den verheerenden Hurrikan „Ian“ steigt weiter. Der US-Sender NBC News berichtete am Samstagnachmittag (Ortszeit) unter Berufung auf Behördenangaben, dass allein in Florida mindestens 77 Menschen ihr Leben verloren haben, viele davon ertranken. Vier weitere Menschen seien infolge des Hurrikans in South Carolina ums Leben gekommen, berichtet CNN.

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In den betroffenen Gebieten gehen Rettungsbemühungen und Räumungsarbeiten unterdessen weiter. Die Küstenwache rettete unter anderem mit Hubschraubern mehr als 300 Menschen, zum Teil von Dächern und Bäumen, sowie gut 80 Haustiere.

Nachdem der Hurrikan zunächst auf Kuba und im US-Bundesstaat Florida eine Schneise der Verwüstung geschlagen hatte, erreichte er am Freitag South Carolina. Abgeschwächt zu einem posttropischen Zyklon, doch weiterhin gefährlich, bewegte sich „Ian“ über Nacht, begleitet von schweren Regenfällen, in nördlicher Richtung durch North Carolina weiter in Richtung Virginia und New York.

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Am Mittwoch war „Ian“ als Hurrikan der Stufe vier mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 240 Kilometern pro Stunde in Florida auf Land getroffen. Bei seinem Zug quer über den südlichen Bundesstaat hinterließ er Zerstörungen und Überschwemmungen. Allein beim Versorger Florida Light & Power waren am Samstag immer noch rund 700.000 Haushalte ohne Strom, wie ein Sprecher dem Nachrichtensender CNN sagte. In der Spitze seien es in den vergangenen Tagen mehr als zwei Millionen gewesen.

Während sich Rettungskräfte in Florida auf der Suche nach Überlebenden durch die Trümmer überschwemmter Häuser arbeiteten, warteten die Behörden in South Carolina auf Tageslicht, um die Schäden durch den Sturm zu ermessen. Dort war „Ian“ am Freitag nahe Georgetown auf Land getroffen.

Weit über 100 Milliarden Dollar Schaden

Obwohl „Ian“ Florida längst hinter sich ließ, tauchen dort immer wieder neue Probleme auf. Ein 22 Kilometer langer Abschnitt der Interstate 75 wurde am späten Freitag in der Gegend von Port Charlotte in beide Richtungen gesperrt, weil der Myakka River stark anschwoll. Der Fluss erreichte am Samstagmorgen einen Rekordpegel von 3,88 Metern. Weiter südöstlich stieg der Peace River am frühen Samstag in den Bezirken Polk, Hardee und DeSoto ebenfalls gefährlich an.

Die offizielle Zahl der Todesopfer stieg bereits im Laufe des Freitags an. Die Behörden warnten, sie werde wahrscheinlich noch deutlich höher liegen, sobald die Einsatzkräfte eine umfassendere Bestandsaufnahme der Schäden vorgenommen hätten. Die Suchaktionen zielten bisher auf Notrettungen und erste Einschätzungen ab, sagte der Direktor des Katastrophenschutzes in Florida, Kevin Guthrie.

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Der Hurrikan verursachte nach einer ersten Berechnung des Unternehmens Karen Clark & Company, das regelmäßig Schätzungen zu Katastrophen veröffentlicht, wahrscheinlich Schäden in Höhe von weit über 100 Milliarden Dollar. Sollten sich diese Angabe bewahrheiten, wäre „Ian“ mindestens der viertteuerste Hurrikan in der Geschichte der Vereinigten Staaten.

RND/seb/AP/dpa

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