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Hundebesitzerin will OP nicht zahlen - weil das Tier wenig später starb

  • Eine Hundehalterin aus Hannover will die Operation ihres Tieres nicht mehr zahlen.
  • Der Grund: Der Hund starb einige Wochen nach der OP.
  • Jetzt will der behandelnde Tierarzt die Kosten einklagen.
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Hannover. In Hannover verklagt ein Tierarzt eine Hundebesitzerin, weil die die Operation ihres Tieres nicht zahlen will. Der Grund für die Weigerung: Das Tier sei trotz OP etwa zwei Monate später gestorben. Das berichtet die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" (HAZ).

Dem Bericht zufolge hatte der Tierarzt im Januar 2018 zwar erfolgreich einen Tumor aus dem Körper des schwer krebskranken Hundes entfernt, doch wenig später musste die Kanarische Dogge trotzdem eingeschläfert werden - wegen epileptischer Anfälle. Die Halterin weigere sich, die Kosten von 1450 Euro zu zahlen, weil sie meint, dass der Tierarzt sie nicht ausreichend über die Risiken beraten und über den schlechten Gesundheitszustand des Hundes aufgeklärt habe. Außerdem meint sie, dass der entfernte Tumor Auslöser für die Anfälle gewesen sei. Der Tierarzt hingegen bestreitet das.

Tierarzt: "Die Alternative wäre Sterbehilfe gewesen"

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Der Tierarzt mit mehr als 30 Jahren Erfahrung wies laut HAZ am ersten Prozesstag darauf hin, dass die Risiken besprochen worden seien. "Die Alternative wäre Sterbehilfe gewesen, aber ich sollte den Hund unbedingt operieren“, sagte er demzufolge. Die Besitzerin sagte dazu: „Ich hatte die Hoffnung, dass das Tier noch ein paar Jahre leben wird – auch, weil sie für meinen herzkranken dreijährigen Sohn wie ein Therapiehund ist.“

Der Tierarzt sagte laut HAZ auch im Prozess aus, dass die Hundehalterin sich, nachdem die Tierversicherung der Frau die Übernahme der Behandlungskosten aus bislang ungeklärten Gründen verweigert habe, einfach nicht mehr gemeldet habe. Deshalb habe er ein Mahn- und Inkassoverfahren eingeleitet. Den Vorschlag der Richterin, sich auf die Zahlung von 1000 Euro zu einigen, lehnte die Frau aus Hannover ab. Sie muss nun den Beweis für eine falsche Beratung bringen, wenn sie nicht zahlen will. Am 17. Oktober wird dann voraussichtlich das Urteil in dem Fall fallen.

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RND/hsc