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„Höllenqualen“: Videos sollen Tierquälerei in Schlachthof dokumentieren

Halbierte Schweine hängen in einem Schlachthof. (Symbolbild)

Halbierte Schweine hängen in einem Schlachthof. (Symbolbild)

Neuruppin. Die Staatsanwaltschaft Neuruppin ermittelt wegen des Verdachts von Verstößen gegen das Tierschutzgesetz gegen Verantwortliche eines Schlachthofs in Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin in Brandenburg). Die Ermittlungen seien nach einer Anzeige des Deutschen Tierschutzbüros im November aufgenommen worden, bestätigte Staatsanwältin Martina Baum am Mittwoch auf Anfrage. Die Ermittlungen richteten sich nun gegen Verantwortliche des Unternehmens, sagte Baum. Die Geschäftsführung äußerte sich am Mittwoch auf Anfrage zunächst nicht.

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Die Tierschützer hatten nach eigenen Angaben angezeigt, dass die Schweine in dem Schlachthof brutal misshandelt und ohne sachgemäße Betäubung getötet würden. „Sie erleiden Höllenqualen“, wird Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Tierschutzbüros, in einer Mitteilung zitiert. Das Tierschutzbüro erklärte, die quälerische Behandlung der Tiere sei auf Videomaterial dokumentiert, das im August 2020 aufgenommen worden sei.

Kreisverwaltung entzog Beteiligten die Sachkundebescheinigungen

Das Videomaterial müsse nun zunächst ausgewertet werden, berichtete Staatsanwältin Baum. Die Ermittlungen würden voraussichtlich längere Zeit in Anspruch nehmen.

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Die Kreisverwaltung Ostprignitz-Ruppin berichtete, dem zuständigen Amt für Verbraucherschutz und Landwirtschaft sei Ende November ein zehnminütiger Zusammenschnitt des Videos zur Verfügung gestellt worden. Nach Auswertung des Films habe das Amt zwei Hauptakteuren umgehend die Sachkundebescheinigungen entzogen, so dass diese ihre Tätigkeit nicht mehr ausüben dürften. Weitere Maßnahmen wie Strafanzeigen und Ordnungsverfügungen seien vorbereitet.

RND/dpa/seb

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