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Hoffnung für Mustafa: Junge bekommt 2-Millionen-Euro-Spritze

  • Das Medikament Zolgensma verspricht an einer schweren Muskelkrankheit leidenden Kindern Hoffnung.
  • Lange kämpften auch die Eltern des schwer kranken Mustafa aus Hannover um eine Behandlung – jetzt gibt es eine erlösende Nachricht.
  • Die MHH hat den Zweijährigen mit dem Präparat behandelt.
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Hannover. Der kleine Mustafa aus Hannover ist an einer besonders schweren Form von Muskelschwäche erkrankt, seine einzige Hoffnung ist ein neuartiges Medikament – das Präparat Zolgensma ist allerdings nicht unumstritten, eine Spritze kostet rund 2 Millionen Euro. Nach langem Kampf seiner Eltern gibt es jetzt eine erlösende Nachricht: Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) hat die Behandlung vorgenommen, wie die “Hannoversche Allgemeine Zeitung” (HAZ) berichtet.

Im vergangenen Winter hatte die MHH die Behandlung noch mit dem Argument abgelehnt, dass der kleine Junge die damals geltende Altersgrenze von zwei Jahren bereits überschritten habe, berichtet die “HAZ”. Tragisch: Der schwer kranke Junge, der künstlich ernährt wird, nicht schlucken, kaum atmen und sich kaum bewegen kann, war zwei Jahre und vier Tage alt, als die AOK im November 2019 die Kostenübernahme bewilligte.

SMA löst Muskelschwund aus

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“Sicher wäre es besser gewesen, wenn Mustafa schon vor neun Monaten Zolgensma erhalten hätte”, sagte Johannes Kaiser, Anwalt von Mustafas Familie, der “HAZ”. “Dennoch hoffen wir natürlich alle, dass er noch so viel wie möglich wettmachen kann.”

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Zolgensma ist eine von der Novartis-Tochter Avexis entwickelte Gentherapie. Sie ist in den USA bereits seit einiger Zeit zugelassen und kostet dort lautet Listenpreis 2,1 Millionen Dollar (1,9 Millionen Euro). In Deutschland ist das Medikament seit Juli zugelassen. Die Erbkrankheit SMA löst unter anderem Muskelschwund aus. Unbehandelt führt sie oft vor Erreichen des zweiten Lebensjahres zum Tod.

Für Schlagzeilen hatte Zolgensma wegen einer Verlosungsaktion von Novartis gesorgt. Bei ihr konnten sich Eltern von erkrankten Säuglingen und Kleinkindern bis zwei Jahren um 100 kostenlose Behandlungen bewerben.

RND/seb


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