Hochwasser: Rhein schwillt weiter an – einzelne neue Unwetter möglich

  • Wieder haben Unwetter im Südwesten zahlreiche Einsätze nötig gemacht.
  • Betroffen war diesmal vor allem Südbaden.
  • Das Hochwasser am Rhein schwillt derweil weiter an – weitere Unwetter sind möglich.

Lörrach. Überflutete Straßen und vollgelaufene Keller: Gewitter mit Starkregen haben in Südbaden zahlreiche Einsätze der Feuerwehr ausgelöst. Es habe viele Notrufe gegeben, zeitweise sei die Lage unübersichtlich gewesen, sagte ein Sprecher der Polizei am Samstag. In der Region um Lörrach gab es demnach etwa 100 Einsätze, im Kandeltal und in Weil am Rhein nochmals ungefähr 45. Verletzt wurde niemand.

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Die Regenmassen überschwemmten den Angaben nach zahlreiche Straßen. Der Lörracher Stadtteil Tumringen sei für kurze Zeit komplett überflutet gewesen. In der Nähe eines Schwimmbads habe ein Blitz in einen Baum eingeschlagen. Von den Überschwemmungen war auch die Autobahn 98 zwischen Weil am Rhein und Kandern betroffen. Sie sei am Freitagabend für etwa eine Stunde voll gesperrt gewesen.

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Hochwasser im Westen: Zahl der Opfer steigt weiter
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Die Zahl der Toten nach den verheerenden Fluten im Westen Deutschlands steigt weiter.  © dpa

Rhein schwillt weiter an

Die heftigen Regenfälle lassen auch den Rhein weiter anschwellen. Der Wasserstand am Pegel Maxau bei Karlsruhe stieg am Samstagmorgen auf 8,62 Meter. Nach Angaben der Hochwasservorhersagezentrale (HVZ) wird der Scheitel dort voraussichtlich in der Nacht zum Sonntag erreicht.

Die Strecke zwischen Iffezheim und Germersheim war bereits in der Nacht zum Mittwoch für die Rheinschifffahrt eingestellt worden. Am Donnerstag wurde dieser Bereich bis Mannheim ausgedehnt. Mit einer Freigabe ist nach Angaben des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts (WSA) Oberrhein erst in der kommenden Woche zu rechnen.

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Nordrhein-Westfalen, Erftstadt: Ein Foto, das die Bezirksregierung Köln am Freitag über Twitter verbreitete, zeigt Überschwemmungen in Erftstadt-Blessem.  @ Quelle: Rhein-Erft-Kreis/dpa

Helfer aus Südwesten in Rheinland-Pfalz im Einsatz

Währenddessen sind immer mehr Helfer aus dem Südwesten im deutlich stärker betroffenen Nachbarland Rheinland-Pfalz im Einsatz. Bislang wurden nach Angaben des Innenministeriums in Stuttgart rund 600 Einsatzkräfte von Sanitätsdienst, Feuerwehr, Polizei und Technischem Hilfswerk zur Unterstützung entsandt. Darunter sind auch Hubschrauber, Höhenretter und Hochwasserspezialisten. Am Samstag machten sich nochmals Einsatzkräfte von rund 30 Krankenwagen auf den Weg nach Rheinland-Pfalz.

In den vergangenen Tagen hatte es auch in Baden-Württemberg immer wieder heftige Unwetter gegeben. Für den Samstag rechnete der Deutsche Wetterdienst (DWD) erneut mit Gewittern. Ab der Mittagszeit sei das insbesondere im Osten des Landes möglich. Vereinzelt könnten dann bis zu 40 Liter Regen pro Quadratmeter und kleinkörniger Hagel fallen. In der Nacht zum Sonntag nehme das Gewitterrisiko aber ab.

In den kommenden Tagen entspannt sich die Lage dann zunehmend: Am Sonntag bleibt es laut DWD nach letzten Schauern landesweit trocken. Zu Wochenbeginn ist das Wetter dann von einem Mix aus Sonne und Wolken geprägt. Bei Höchsttemperaturen zwischen 23 Grad auf der Schwäbischen Alb und 29 Grad am Rhein bleibt es meist trocken.

RND/dpa

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