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Erftstadt: Häuser stürzen ein, mehrere Tote, Teile der A1 brechen in die Erft

  • In Erftstadt sind mehrere Häuser nach dem Hoch­wasser eingestürzt.
  • Nach Angaben der Behörden sei eine Reihe von Häusern betroffen, immer wieder gingen Notrufe ein.
  • Die Rettungs­arbeiten seien schwierig, unter anderem weil es einen Gas­austritt gibt.

Erftstadt. In Erftstadt-Blessem ist eine Reihe von Häusern ganz oder teilweise eingestürzt. Das hat die Kölner Bezirks­regierung am Freitag­morgen mitgeteilt. Ursache seien massive und schnell fort­schreitende Unter­spülungen der Häuser. Dabei sind auch Menschen ums Leben gekommen. „Es gibt Todes­opfer“, sagte eine Sprecherin der Bezirks­regierung Köln am Freitag.

Eigentlich sollte Erftstadt-Blessem schon am Donners­tag komplett evakuiert sein. Einige Bewohner und Bewohnerinnen sollen nach Angaben des Lokal­radios Radio Erft aber wohl wieder zurück­gekommen sein oder hätten ihr Zuhause gar nicht erst verlassen. Oberhalb von Erftstadt drohte am Abend ein Regen­rückhaltebecken nachzugeben, auch Katastrophen­touristen seien gesehen worden, heißt es weiter.

Teile der A1 brechen ein

Nahe Erftstadt sind Teile der gesperrten Auto­bahn 1 in den Fluss Erft gestürzt. Dies berichtete ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur als Augen­zeuge. Nach seinen Angaben brachen schätzungs­weise mehr als 40 Meter des Stand­streifens in mehreren Stücken mit einem Knacken ab und fielen in den Fluss. Auf den Abschnitten hätten sich keine Fahr­zeuge befunden. Auch ein Stück Lärmschutz­wand sei eingestürzt.

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Notrufe aus Häusern in Erftstadt

Dutzende Rettungs­kräfte sind im Einsatz, um Menschen aus den Häusern zu evakuieren. Wie der Lokal­sender Radio Erft berichtet, gebe es aber Bereiche in der Stadt, die aufgrund der Hochwasser­lage für die Rettungs­kräfte nicht zu erreichen seien. Die Behörden seien mit Tauchern im Einsatz. Außerdem seien Teile des Mobilfunk­netzes und der Strom ausgefallen. Das wirke sich auch auf die Klär­anlage von Erftstadt aus. Einwohnerinnen und Einwohner sollen möglichst kein Leitungs­wasser trinken.

Die zuständige Bezirks­regierung Köln bestätige am Vormittag die Situation in Erftstadt: „Eine Rettung ist vielfach nicht möglich.“ Das Kranken­haus erklärt, dass alle Bewohnerinnen und Bewohner in Sicherheit seien.

Aus den Häusern kämen immer wieder Notrufe. Menschen könnten derzeit aber nur mit Booten vom Wasser aus gerettet werden. Dazu erschwere ein nicht abstellbarer Gas­austritt die Rettungs­arbeiten. Mehrere Pflege­heime wurden geräumt.

RND/dpa

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