Hochwasser in Brasilien: Mehr als 400.000 Menschen betroffen

  • Es ist der dritthöchste Wasserstand seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1902:
  • Die Überschwemmungen in Brasilien haben das Zentrum der Amazonas-Metropole Manaus erreicht.
  • Der Pegel des Rio Negro betrug am Montag 29,72 Meter.
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Manaus. Die Überschwemmungen in Brasilien haben das Zentrum der Amazonas-Metropole Manaus erreicht. Dies berichtete das brasilianische Nachrichtenportal „G1“ am Montag (Ortszeit). Demnach betrug der Pegel des Rio Negro, der bei der Stadt Manaus in den Amazonas-Fluss mündet, 29,72 Meter und das Wasser umspülte etwa die rund 100 Jahre alte Uhr unweit des berühmten Teatro Amazonas.

Manaus ruft Notstand aus

Der Wasserstand ist der dritthöchste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1902 und kommt dem historischen Hochwasser von 2012 nahe, als der Rio Negro auf 29,97 Meter stieg. Manaus rief den Notstand aus. Der Geologische Dienst Brasiliens sieht voraus, dass der Pegel in diesem Jahr 30,35 Meter erreichen wird.

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Das Hochwasser führt nahezu im gesamten Bundesstaat Amazonas, der etwa viereinhalb Mal so groß ist wie Deutschland, zu Überschwemmungen. Von 62 Gemeinden sind mehr als 50 betroffen, mindestens 20 befinden sich in einer Notsituation. In Anamã, das komplett unter Wasser steht, und anderen Gemeinden navigieren Einwohner in Booten durch überflutete Straßen. Nach Angaben des Zivilschutzes, auf den „G1“ sich berief, sind insgesamt mehr als 400.000 Menschen betroffen.

RND/dpa

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