Hochwasserkatastrophe im Ahrtal: rund 40.000 Menschen von Folgen betroffen

  • Rund 40.000 Menschen kämpfen mit den Folgen des schweren Hochwassers in Ahrweiler.
  • „So etwas haben wir noch nie erlebt. Das ist eine große Herausforderung“, sagte der Leiter des Krisenstabs.
  • Zurzeit konzentriere sich das Land Rheinland-Pfalz auf die Versorgung der Menschen.
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Bad Neuenahr-Ahrweiler. Von den Folgen des verheerenden Hochwassers im stark betroffenen Kreis Ahrweiler sind rund 40.000 Menschen betroffen. Es sei eine „ungeheure große Zahl von Menschen“ auf einer „ungeheuren Fläche“, sagte der Leiter des Krisenstabes des Landes und Präsident der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), Thomas Linnertz, am Dienstag in Bad Neuenahr-Ahrweiler. „So etwas haben wir noch nie erlebt. Das ist eine große Herausforderung.“

„Ungeheure Mengen an Schutt und Sperrmüll“

Die Lage sei immer noch sehr angespannt: „Weil so viel Infrastruktur zur Versorgung der Bevölkerung zerstört ist“, sagte Linnertz - und fügte hinzu: „Grundlegende Dinge wie Strom, Wasser, Abwasser.“ Zurzeit konzentriere sich das Land Rheinland-Pfalz, das am Wochenende die Leitung für den Katastropheneinsatz im Kreis Ahrweiler übernommen hat, auf die Versorgung der Menschen und Hilfeleistungen.

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Wichtiges Thema sei auch die „Entsorgungsproblematik“, sagte er. „Da sind ungeheure Mengen an Schutt und Sperrmüll, die anfallen und die sich jetzt in den Dörfern türmen. Das muss raustransportiert werden.“ Insgesamt sei die Dauer des Einsatzes nicht abschätzbar. Die Schadenslage sei „sehr weitreichend“.

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Im Ahrtal seien derzeit rund 2500 Kräfte im Hilfseinsatz, darunter 800 Soldaten der Bundeswehr, 200 Helfer des Technischen Hilfswerks und rund 800 Feuerwehrleute. Für die psychosoziale Notbetreuung seien um die 300 Menschen im Einsatz, sagte Linnertz. Die ADD in Trier ist die für den Katastrophenschutz zuständige Landesbehörde. Die Polizei zählte zuletzt im Landkreis Ahrweiler 117 Tote, 749 Verletzte sowie 170 Vermisste.

RND/dpa

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