Kaum Abkühlung: Deutschland steht eine weitere Tropennacht bevor

  • Sehr warme Luft und Rekordtemperaturen lassen Deutschland brutzeln.
  • Nicht einmal in der Nacht gibt es an vielen Orten Abkühlung, es bleibt tropisch warm mit über 20 Grad.
  • Die gute Nachricht: Die Ankunft flächendeckender Gewitter verschiebt sich noch einmal.
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Hannover. Nicht nur die Tage, auch die Nächte sind in Deutschland derzeit tropisch. Von einer Tropennacht spricht man, wenn 20 Grad und mehr gemessen werden. Schon in der Nacht zu Donnerstag wurde das in einigen deutschen Regionen und Städten erreicht, wie die Diplommeteorologin Britta Siebert-Sperl vom Wetterdienst Wetterkontor dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) sagte. Niederrhein, Ruhrgebiet und Münsterland erfreuten sich der warmen Nachttemperaturen, aber auch Städte zwischen Hamburg und Bremerhaven. Aus Kassel, so Siebert-Sperl, wurden sogar 24 Grad gemeldet. Die kälteste Nacht konnte man – obzwar auch das verhältnismäßig mild ist – bei sechs Grad auf der Zugspitze verbringen.

Die lauen Nächte zum Draußensitzen und sich tropisch fühlen, gehen weiter. Auch zu Freitag braucht man sich in vielen Gebieten auf Terrasse oder Balkon nicht in Decken einzuwickeln, sondern kann zu leichter Garderobe greifen: Mosel, Rhein-Main-Gebiet, Deutsches Eck und das Breisgau machen auf Urlaubsinseln. Ruhrgebiet und Münsterland sind erneut im Tropenflow, dazu Hamburg, Bremervörde, Berlin.

Die gute Nachricht von Siebert-Sperl: Das große Unwetterkrachen verschiebt sich nach derzeitigem Kenntnisstand noch ein wenig. Blitz, Donner, Regen gibt es am Freitag lokal am ehesten im Südwesten in Eifel, an der Saar, im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb, in den Allgäuer Alpen und am Zugspitzmassiv. Im Osten scheint dagegen die Sonne ungehindert vom strahlend blauen Himmel. Es wird zwischen 27 und 37 Grad heiß. Der Hitzehotspot liegt dann wohl erneut im Osten des Landes.

In der Nacht zu Samstag wird es Gewitter und Unwetter in Norden und Osten nur vereinzelt, nicht aber flächendeckend geben. Das Bacardi-Feeling bei 20 Grad und mehr erfasst laut der Meteorologin dann auch das Norddeutsche Tiefland, das Leipziger Becken, den Raum Chemnitz und Dresden, die Lausitz. „Der Freitag ist relativ ‚safe‘. 80 Prozent der Leute sitzen in Deutschland lange im Trockenen, im lauen Abendlüftchen“, verspricht Siebert-Sperl nach einem Blick in ihre Datenbank.

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Die großen Unwetter kommen erst am Sonntag

Ein Tief, das derzeit über dem Skagerrak herrscht, wird den deutschen Samstag noch schwülheißer gestalten mit bis zu 37 Grad im Osten. Ein Hoch auf der Alpennordseite wird dafür sorgen, dass es temperaturmäßig noch nicht stark kippt. Höhere Unwettergefahr besteht am Samstag an Oder und Neiße, in Sachsen und Niederbayern.

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Schwülheiße 27 bis 36 Grad hat auch der Sonntag noch zu bieten. Allerdings sollten Menschen vielerorts keine längeren Ausflüge planen, warnt Siebert-Sperl. „Der Tag startet mancherorts noch freundlich, wird aber schon bald ungemütlich. Die Unwettergefahr ist dann sehr hoch. Das wird nicht witzig.“

RND/big

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