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Anwalt verweigert Maske vor Gericht – und muss geplatzten Prozess bezahlen

  • Trotz richterlicher Anordnung weigerte sich ein Anwalt, eine Maske während des Gerichtsprozesses zu tragen.
  • Das Verfahren am Landgericht Hildesheim platzte und wurde auf einen Termin verschoben.
  • Dadurch entstanden hohe Kosten – für die nun der Anwalt aufkommen muss.
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Celle/Hildesheim. Weil sich ein Anwalt in einem Gerichtsprozess in Hildesheim weigerte, zum Schutz vor dem Coronavirus eine Maske zu tragen, musste der Prozess abgebrochen und an einem anderen Tag wiederholt werden. Der Strafverteidiger aus Laatzen bei Hannover muss die dadurch entstandenen Kosten tragen. Das hat nun das Oberlandesgericht (OLG) Celle entschieden, berichtet die die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ (HAZ).

Auf den Anwalt kommt nun eine höhere vierstellige Summe zu, die er begleichen muss. Der „HAZ“ zufolge hatte das OLG am Freitag entschieden, dass alle Beteiligten in Strafverfahren Masken tragen müssen, wenn der vorsitzende Richter dies anordnet. Der Verteidiger hatte diese Anordnung am Landgericht Hildesheim verweigert, woraufhin das Verfahren ausgesetzt wurde.

Der Prozess muss zu einem späteren Zeitpunkt wiederholt werden. Dabei geht es um Kapitalanlagebetrug. Die beiden Angeklagten sollen in einem Schneeballsystem Anleger um rund 1,3 Millionen Euro gebracht haben.

RND/sl

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