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Hier wurden Affen gequält: Skandal-Tierversuchslabor soll Tierheim werden

  • Festgeschnallte Affen und Hunde, die in ihrem eigenen Blut sitzen – die grausamen Bilder aus einem Tierversuchslabor bei Hamburg gingen um die Welt.
  • Nun sollen die Räumlichkeiten des ehemaligen Skandallabors neu genutzt werden.
  • Ausgerechnet ein Tierheim soll dort entstehen.
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Hamburg. Die Bilder von ängstlich schreienden Affen, blutenden Hunde und vor Schmerzen kreischenden Katzen gingen um die Welt. Nun soll ausgerechnet das Skandal-Tierversuchslabor vor den Toren Hamburgs zu einer Auffangstation für Fundtiere und Listenhunde werden. Medienberichten zufolge arbeiten die Verantwortlichen des Laboratory of Pharmacology and Toxicology derzeit an einem Projekt, das genau dies vorsieht.

Die Idee, aus dem inzwischen geschlossenen Tierversuchslabor ein Tierheim zu machen, wurde bereits im September kommuniziert. Danach sollen „mehrere Tierschutzeinrichtungen aus der Region von sich aus“ auf die Betreiber des LPT-Labors zugekommen sein, hieß es in einer Mitteilung.

Skandallabor soll massiv gegen EU-Recht verstoßen haben

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Wie das Magazin „Deine Tierwelt“ jetzt berichtet, seien nach Einschätzung der Verantwortlichen des LPT die „Haltungseinrichtungen für fast 200 Hunde und Katzen“ im Horrorlabor „ohne Umbauten direkt als Auffangstation für Fundtiere“ geeignet. Welche Tierschutzorganisationen das ehemalige Skandal-Tierversuchslabor künftig nutzen werden, ist bisher nicht bekannt.

Von Dezember 2018 bis März 2019 hatten Tierschützer des Vereins Soko Tierschutz undercover die Zustände in dem Tierversuchslabor in Mienenbüttel bei Hamburg dokumentiert und im Herbst 2019 die erschreckenden Bilder an die Öffentlichkeit gebracht. Das Labor soll massiv gegen EU-Recht verstoßen haben, der Landkreis Harburg hatte Strafanzeige erstattet, die Staatsanwaltschaft Stade ermittelte wegen Manipulation von Testergebnissen und Tierquälerei.

RND/liz mit dpa

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