Hexen im Homeoffice? - Ruhigste Walpurgisnacht aller Zeiten

  • Normalerweise ist in der Walpurgisnacht im Harz der Teufel los und die Hexen machen einen auf Besen.
  • Doch in Zeiten von Corona blieben sie alle brav zuhause - wie auch die Touristen.
  • Der Regen trug sein Teil dazu bei, dass es keine Polizeieinsätze wegen illegaler Feiern gab.
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Braunlage/Thale. Der Harz hat wegen des Coronavirus eine ungewohnt ruhige Walpurgisnacht erlebt - ohne die sonst üblichen Treffen von als Hexen und Teufel verkleideten Menschen. Die Polizei in Goslar teilte am Freitagvormittag mit, dass es keine Einsätze wegen illegaler Feiern gegeben habe. Womöglich habe auch der Regen dazu beigetragen, dass sich alle an die Einschränkungen hielten.

Keine wilden Reigen auf dem Hexentanzplatz

Auch die Polizei in Halberstadt meldete in der Nacht keine Zusammenkünfte oder Menschenansammlungen. "Es ist sehr ruhig", sagte ein Sprecher. In Braunlage blieben viele Straßen am Abend menschenleer, wie ein dpa-Fotograf vor Ort sagte. Die Polizei kontrollierte nach eigenen Angaben die Lage aber mit einem verstärkten Streifendienst.

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Auch kleine Feiern waren nicht erlaubt

Wegen der Coronavirus-Pandemie hatten die Behörden die Walpurgisfeiern in der Nacht zum 1. Mai untersagt - auch kleinere Feiern waren nicht erlaubt. Normalerweise wird die Walpurgisnacht überall im Harz mit Musik, Umzügen und Festen gefeiert. Mit wilden Tänzen um Lagerfeuer vertreiben die Hexen und Teufel dabei symbolisch den Winter. Doch der Hexentanzplatz in Thale im Ostharz, wo sonst eine der größten Walpurgis-Feten steigt, blieb am Donnerstagabend menschenleer. Imbissstände waren verschlossen.

RND/dpa

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