Hetzjagden auf Füchse? Dackelclub wegen Tierquälerei angeklagt

  • Gegen einen Dackelclub aus dem nordrhein-westfälischen Lemgo gibt es Vorwürfe der Tierquälerei.
  • Der Verein soll Jagdhunde auf Füchse losgelassen haben, um die Tiere zu trainieren.
  • Laut Staatsanwaltschaft belegt ein Video von 2018 die Hetzjagden, es wurde Anklage erhoben.
Anzeige
Anzeige

Detmold. Die Staatsanwaltschaft Detmold hat Anklage gegen einen Teckelclub in Lemgo wegen des Verdachts der Tierquälerei erhoben. Es sei davon auszugehen, dass dort Füchse durch eine eigens angelegte Labyrinth-Anlage gehetzt worden seien, um Jagdhunde zu trainieren, sagte Oberstaatsanwalt Ralf Vetter am Mittwoch auf Anfrage. Diese Behandlung von Füchsen in der vom Club betriebenen „Schliefenanlage“ bedeute nach Auffassung der Staatsanwaltschaft einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Zuvor hatte der Westdeutsche Rundfunk berichtet.

Ein gut 20-minütiges Video, das schon vom November 2018 stamme, belege eine solche Hetzjagd mit einer Füchsin, schilderte der Oberstaatsanwalt. Die Jagd durch eine derartige Anlage führe zu erheblichem Stress, zu panischen wie apathischen Reaktionen und Todesängsten bei den Wildtieren. Im Rahmen der Ermittlungen habe man auch einen Experten der Tierärztlichen Hochschule Hannover als Sachverständigen hinzugezogen. Die Tierschutzorganisation Peta hatte Anzeige gegen den Teckelclub erstattet.

RND/dpa/esc

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen