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Heroin-Schmuggel und Geldwäsche: Untersuchungshaft für Ex-Minister Mexikos

  • Der Ex-Verteidigungsminister Salvador Cienfuegos von Mexiko wurde in Los Angeles festgenommen.
  • Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unter anderem den Schmuggel von Heroin und Kokain vor.
  • Er soll mit Drogenkartellen zusammengearbeitet haben.
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Los Angeles. Gegen Mexikos früheren Verteidigungsminister Salvador Cienfuegos ist nach seiner Festnahme in den USA wegen des Verdachts auf Drogenhandel Untersuchungshaft verhängt worden. Ein Antrag des Generals außer Dienst auf Freilassung gegen eine Kaution von 750 000 Dollar (rund 635 000 Euro) wurde von einem Richter in Los Angeles abgelehnt, wie ein Justizsprecher in Brooklyn am Dienstag mitteilte. In dem New Yorker Stadtteil werde in wenigen Wochen die Anklage gegen Cienfuegos verlesen, der am vergangenen Donnerstag auf dem Flughafen von Los Angeles festgenommen worden war.

Vorwurf der Geldwäsche

Dem 72-Jährigen werden unter anderem der bandenmäßige Schmuggel der Rauschgifte Heroin, Kokain, Methamphetamin und Marihuana in die USA sowie Geldwäsche vorgeworfen. Cienfuegos soll laut Anklageschrift auch „El Padrino“ (Der Pate) genannt worden sein. Er habe zwischen Dezember 2015 und Februar 2017 seine Position als damaliger Verteidigungsminister ausgenutzt, um gegen Bestechungsgeld das gewalttätige mexikanische Drogenkartell H-2 zu unterstützen, hieß es in einem Schreiben des Staatsanwalts in Brooklyn. Dort war im vergangenen Jahr der mexikanische Drogenboss Joaquín „El Chapo“ Guzmán zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

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Vor dem Gericht in New York ist auch Mexikos früherer Sicherheitsminister Genaro García Luna angeklagt. Ihm wird vorgeworfen, Guzmáns Sinaloa-Kartell gegen Zahlungen von Millionen US-Dollar Straffreiheit gewährt zu haben. Die Gruppe H-2 gehörte nach mexikanischen Medienberichten zum Beltrán-Leyva-Kartell, das im Bundesstaat Guerrero aktiv war, als Cienfuegos bei der Armee für die Region zuständig war. Das Beltrán-Leyva-Kartell gehörte einst zum Sinaloa-Kartell, später kam es aber zum Bruch.

RND/dpa

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