Hells-Angels-Chef wegen Zwangsprostitution verurteilt

  • Für ein Jahr und acht Monate muss der Präsident der Rocker-Gruppe Hells Angels MC in Rosenheim ins Gefängnis.
  • Der Mann wurde wegen Zwangsprostitution verurteilt.
  • Mit dem Geld habe sich der 36-Jährige einen luxuriösen Lebensstil finanziert.
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Rosenheim. Der Präsident der Rocker-Gruppe Hells Angels MC in Rosenheim ist unter anderem wegen Zwangsprostitution verurteilt worden. Er muss für ein Jahr und acht Monate in Haft, wie die Staatsanwaltschaft Traunstein und das Bayerische Landeskriminalamt am Dienstag mitteilten. Zudem werde ein Vermögen in fünfstelliger Höhe einbehalten. Vom Gericht gab es dazu zunächst keine Informationen.

40 000 Euro in drei Monaten durch Prostitution verdient

Der 36-Jährige hatte nach Angaben der Ermittler im Frühjahr 2019 einer alleinerziehenden Mutter mit Geldsorgen eine Liebesbeziehung vorgetäuscht. Schon bald habe sich die junge Frau prostituiert und in drei Monaten knapp 40 000 Euro verdient. Mit dem Geld habe sich der Rocker einen luxuriösen Lebensstil finanziert, so die Ermittler. Er habe in einem gehoben ausgestatteten Einfamilienhaus gelebt sowie teure Autos und Motorräder gefahren. Das Geld der jungen Frau habe er als zusätzliche Einnahmequelle angesehen, hieß es weiter.

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Das Urteil ist laut Mitteilung rechtskräftig. "Das Urteil kann als deutliches Signal gelten, dass eine strafbare Ausbeutung von Prostituierten auch dann vorliegen kann, wenn die Geschädigte nicht mit Gewalt zur Ausübung oder Fortsetzung des Gewerbes gezwungen wird, sondern ein Abhängigkeitsverhältnis zum Zuhälter unter dem Deckmantel einer vermeintlichen Liebesbeziehung geschaffen wird", hieß es.

RND/dpa

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