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Helikoptertransfer, Nanny an Bord - Experte verrät: So verreisen Promis und Reiche

  • Der Hannoveraner Timo Kohlenberg organisiert Luxusreisen für Prominente und Wohlhabende.
  • Im Gespräch erzählt er von den Sonderwünschen der Celebrities.
  • Und erklärt, warum so viele Fußballer nach Dubai reisen.
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Hannover. Fußballer reisen am liebsten nach Dubai. Das meint einer, der sich mit Luxusreisen bestens auskennt: Der Hannover Timo Kohlenberg. Er organisiert kostspielige Ausflüge für Promis und Reiche – unter anderem für einige Fußballer von Hannover 96 und dem VfL Wolfsburg. Und die Instagram-Posts vieler Spieler geben ihm recht: Robin Knoche, Ron-Robert Zieler, Miiko Albornoz, Yannick Gerhardt und viele mehr sind auf Bildern in der Stadt in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu sehen.

Den Grund dafür kennt der 34-jährige Kohlenberg, der selbst gern reist: „Sie wollen Wärme in der Winterpause und eine kurze Flugzeit.“ Da bleibe nicht viel anderes übrig als Dubai oder Abu Dhabi. Warm sei es zwar auch im Winter beispielsweise in Teilen der USA oder in Afrika – doch damit verbunden seien dann wiederum lange Flüge und eine Zeitverschiebung.

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Seit vier Jahren organisiert Kohlenberg mit Feinreisen Luxusreisen

Vor 13 Jahren gründete Kohlenberg seine Reiseagentur America Unlimited, die vor allem USA- und Kanada-Reisen organisiert. Vor etwa vier Jahren sei dann Feinreisen entstanden – der Ableger für Luxusreisen weltweit. Und da schlägt auch der ein oder andere Prominente zu. Neben Fußballern wie Robin Knoche oder dem Sportdirektor des VfL Wolfsburg, Marcel Schäfer, hat unter anderem Sängerin Fernanda Brandão schon bei Kohlenberg gebucht. „Die ist super umgänglich und ist auch nur Economy Class geflogen“, erzählt der Reiseveranstalter. Viele Kundennamen darf er aber nicht nennen – die Celebrities legen Wert auf Diskretion.

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Das geht so weit, dass manche sich für Flüge oder Hotels Fake-Namen zulegen, wie Kohlenberg erzählt. „Natürlich müssen die Reisen auf ihren echten Namen gebucht werden und sie müssen wie andere auch mit einem richtigen Reisepass reisen, aber sie werden dann beispielsweise auf dem Flug mit anderen Namen angesprochen“, so der 34-Jährige. Das könne auch zum Schutz dienen – wenn die Prominenten beispielsweise gerade in irgendeinen Skandal verwickelt sind. Doch auch das hilft nur, wenn die Promis nicht am Aussehen erkannt werden.

Promis stehen auf die USA und die Karibik

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Neben dem Fußballerfavoriten Dubai sind bei den Promis vor allem die USA, speziell Miami und Kalifornien, und die Karibik laut Kohlenberg angesagt. Städtetrips gingen besonders häufig nach Monaco, Nizza oder Montecarlo. Überraschend selten gebucht werde von den Celebrities Afrika – obwohl es da viele Luxuslodges gebe und es generell bei seinen sonstigen Kunden ein beliebtes Ziel sei.

Bevor die Promis aber in Luxushotels einchecken, sehen sich Kohlenberg und seine Mitarbeiter die Unterkünfte oft an – das kann dann auch mal eine 1000-Quadratmeter-Suite über den Dächern Miamis sein. Ebenfalls in Miami getestet hat Kohlenberg schon ein Hotel, in dem bereits Beyoncé und Will Smith untergekommen sein sollen. „Wir buchen dieselben Zimmer wie die großen Stars“, sagt er – denn vielen vor allem seinen jüngeren Kunden sei es wichtig, aus ihrem Urlaub auch eine gute Story in den sozialen Medien teilen zu können – das könne beispielsweise sein, „dass Hollywoodstar XY hier vorher war oder dort ein bekannter Film gedreht wurde“. „Statuskunden“ nennt Kohlenberg dieses Klientel.

Promis verschieben immer wieder Reisen

So zuverlässig wie die meisten Kunden sind die Promis häufig aber nicht. „Wenn da eine Buchung bei den Promis reinkommt oder ein Spiel bei den Fußballern, dann wird die Reise schnell mal verschoben“, so Kohlenberg. Auch wenn es beispielsweise bei Hannover 96 schlecht laufe würden Reisen wieder abgesagt, weil die Spieler doch keinen Urlaub bekämen. „Aber wir sind zum Glück nicht so abhängig von denen, dass es bei uns dann auch schlecht läuft“, sagt Kohlenberg scherzhaft.

Die teuerste Reise, die er je verkauft hat, ging übrigens an eine nicht prominente Familie – für 150.000 Euro für zwei Wochen in Kalifornien und Hawaii. „Die hatten sogar eine Nanny dabei und unter anderem Helikoptertransfers gebucht“, erzählt Kohlenberg. „Sie wollten sogar ein Meet and Greet mit Johnny Depp buchen, aber das hätte 150.000 Dollar gekostet und war ihnen dann doch zu teuer.“ Denn seine Reiseagentur nehme bei solchen Wünschen auch Kontakt zu den Agenturen oder Managern von Prominenten auf, um solche Spezialwünsche wenn möglich zu erfüllen. Eine private Modenschau mit Heidi Klum – kein Problem; solange das Geld stimmt und die Modelmama zum gewünschten Termin Zeit hat.

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