Helfer in Beirut sehen keine Anzeichen für Überlebenden mehr

  • Einen Monat nach der Explosionskatastrophe in Beirut haben die Rettungskräfte keine Hoffnung mehr, einen weiteren Überlebenden zu bergen.
  • Stück für Stück räumten die Einsatzkräfte die Trümmer weg. Weil das Gebäude weiter einzustürzen drohte, kamen sie nur langsam voran.
  • Bei der Explosion waren mindestens 190 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 6.000 verletzt worden.
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Beirut. Nach drei Tagen Hoffen und Bangen haben die Rettungskräfte keine Hoffnung mehr, einen weiteren Überlebenden der Explosionskatastrophe in Beirut zu finden. Unter den Trümmern eines eingestürzten Hauses gebe es “aus technischer Sicht” keine Anzeichen für Leben mehr, sagte der Leiter des chilenischen Rettungsteams “Topos” (“Maulwürfe”), Francisco Lermanda, am Samstagabend in der libanesischen Hauptstadt vor Journalisten.

Die fieberhafte Suche nach einem Verschütteten hatte am Donnerstag begonnen, nachdem die chilenischen Rettungshelfer mit Ortungsgeräten und ihrem Suchhund "Flash" Hinweise auf einen Überlebenden entdeckt hatten. Sie konnten unter anderem mehrfach schwache Atemsignale ausmachen. Beirut hielt in der Hoffnung auf ein Wunder den Atem an. Stück für Stück räumten die Einsatzkräfte die Trümmer weg. Weil das Gebäude weiter einzustürzen drohte, kamen sie nur langsam voran.

Bei der Explosionskatastrophe am 4. August waren mindestens 190 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 6.000 verletzt worden. Der Hafen und große Teile der umliegenden Wohngebiete wurden massiv zerstört. Bis zuletzt wurden nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums noch sieben Menschen vermisst.

RND/dpa

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