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Gaffer filmen leblosen Mann in Heilbronn, während Rettungskräfte ihn reanimieren

  • Immer wieder filmen Passanten andere Menschen in einer Notsituation.
  • In Heilbronn haben Gaffer ihr Handy auf einen leblosen Mann gerichtet, der gerade von den Rettungskräften wiederbelebt wurde.
  • "Wer fotografiert, statt zu helfen, begeht eine Straftat", sagt ein Sprecher der Polizei.
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Heilbronn. Mehrere Gaffer haben in Heilbronn einen leblosen Mann gefilmt, anstatt ihm zu helfen. Der 41-Jährige lag am Montagabend leblos auf einer Treppe am Heilbronner Marktplatz, teilte die Polizei am Dienstag mit. Neben den Ersthelfern kamen Gaffer hinzu. Der Rettungsdienst wurde informiert und reanimierte den 41-Jährigen, während mehrere Menschen den Einsatz filmten. Der Mann wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Filmen statt helfen eine Straftat

"Neugierde ist ein menschliches Bedürfnis", sagte ein Sprecher der Polizei. "Wer aber fotografiert, statt zu helfen, begeht eine Straftat." Gaffer können wegen unterlassener Hilfeleistung und der "Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen" bestraft werden. "Jeder kann in eine solche Situation kommen", sagte der Sprecher weiter. "In einer solchen Lage gefilmt zu werden, möchte vermutlich niemand."

RND/dpa

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