Am Dienstag wieder heftige Unwetter: Es bleibt wechselhaft

  • Die neue Woche wird wieder wechselhaft, besonders am Dienstag drohen starke Gewitter.
  • Manche Regionen bekommen derzeit besonders viel Regen ab.
  • „Im Juni hat es in manchen Regionen mehr als doppelt so viel geregnet wie sonst“, sagt ein Meteorologe.
Maximilian Hett
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Auch in der neuen Woche drohen wieder Gewitter. Besonders Bayern, Sachsen und Brandenburg könnten ab Dienstag zudem von Unwettern betroffen sein, sagt Meteorologe Jürgen Schmidt vom Wetterdienst Wetterkontor gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Im Rest des Landes zeichnet sich hingegen eine gewissen Entspannung ab. Nachdem es am vergangenen Sonntag vor allem in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg zu heftigen Regenfällen kam, seien derartige Unwetter im Laufe dieser Woche dort nicht mehr zu erwarten. Trocken bleibt es trotzdem selten.

Ab Dienstag wieder Unwettergefahr

Zum Beginn der Woche erwartet Schmidt keine größeren Unwetter. „Schauer sind aber möglich.“ Die Höchstwerte liegen bei 20 bis 26 Grad. „Das sind normale Sommertemperaturen“, sagt Schmidt. Vielerorts bleibt es auch im weiteren Verlauf der Woche bei diesen Werten. „Uns erwartet wechselhaftes Wetter“, so Meteorologe Schmidt. Neben Regen sind stellenweise auch kräftige Gewitter möglich, heißt es vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Für Teile Nord- und Ostdeutschlands warnt der DWD vor starkem Gewitter.

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Am Dienstag steigt die Temperatur vor allem im Osten Deutschlands und Bayern – damit allerdings auch die Unwettergefahr. „Hier kann es ab dem Abend vom Süden über Sachsen bis nach Brandenburg Starkregen, Sturmböen und Hagel geben“, so Schmidt von Wetterkontor. „20 bis 30 Liter Niederschlag pro Quadratmeter sind möglich, örtlich kann es Unwetter geben.“ Mit Höchstwerten um die 30 Grad wird es zudem deutlich wärmer. Auch im Rest der Republik muss mit Regen gerechnet werden, teilweise sind auch Gewitter möglich.

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Temperaturen zwischen 20 und 27 Grad

Zum Mittwochmittag lässt die Unwettergefahr im Süden und im Osten Deutschlands nach, die Temperaturen pendeln sich zwischen 20 Grad in der Eifel und 27 Grad in Südostbayern ein. Insgesamt bleibt es wechselhaft, Schauer sind besonders im Osten und Südosten möglich, aber auch die Sonne kann sich immer wieder zeigen. Auch am Donnerstag muss überall mit Schauern und Gewittern gerechnet werden, einzig im Norden soll es eher trocken bleiben. Temperatursprünge sind auch zum Wochenende nicht mehr zu erwarten.

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Regnet es damit nach mehreren sehr trockenen Jahren nun sogar zu viel? „Es gibt schon sehr viel Niederschlag, für manche Pflanzen ist es sogar fast schon zu feucht“, sagt Jürgen Schmidt von Wetterkontor. „Im Juni hat es in manchen Regionen mehr als doppelt so viel geregnet wie sonst.“ Das komme vor allem durch die Gewitter. Während in den vergangenen Jahren trockenes Wetter dominiert habe, gebe es in diesem Sommer viel Regen und häufig Gewitter.

„Auch früher gab es Unwetter“

„Die Wetterwechsel erfolgen relativ langsam derzeit, das kann ein Hinweis auf einen Effekt des Klimawandels sein“, sagt der Meteorologe. Allerdings trügen auch soziale Medien dazu bei, dass Unwetter in anderen Teilen Deutschlands stärker wahrgenommen werden. Und: „Auch früher gab es Unwetter – dadurch, dass die vergangenen Jahre sehr trocken waren, ist das ein bisschen in Vergessenheit geraten.“

Kommt ab Mitte Juli dann ein Wetterwechsel? „Das ist noch nicht sicher“, sagt Schmidt. Fest steht bislang nur: Vorerst bleibt es wechselhaft.

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