Harvard gibt Epstein-Spenden an Missbrauchsopfer weiter

  • Die US-Universität Harvard hat seit Ende der 90er-Jahre Spenden des nun toten US-Unternehmers Epstein erhalten.
  • Einen Teil davon spendet die Uni nun aufgrund der Missbrauchsvorwürfe gegen den Verstorbenen.
  • Es handele sich um etwa 186.000 noch nicht ausgegebene Dollar (etwa 168.000 Euro) von Epsteins Spenden.
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Boston. Die US-Universität Havard spendet einige Zuwendungen des kürzlich gestorbenen US-Unternehmers Jeffrey Epstein an Hilfsprojekte für Opfer von Menschenhandel und sexueller Misshandlung. "Dies ist ein ungewöhnlicher Schritt für die Universität, aber wir haben entschieden, dass dies unter den Umständen von Epsteins widerwärtigen Verbrechen die richtige Vorgehensweise ist", teilte die Universität mit.

Allerdings handele es sich dabei nur um etwa 186.000 noch nicht ausgegebene Dollar (etwa 168.000 Euro) von Epsteins Spenden. Insgesamt hatte die Elite-Uni in den Jahren zwischen 1998 und 2007 eigenen Angaben von Donnerstag zufolge Zuwendungen und Geschenke in Wert von etwa 8,9 Millionen Dollar erhalten. Diese seien aber größtenteils schon in Forschung und Lehre geflossen.

Epstein saß wegen Missbrauchsvorwürfen in Haft

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Epstein hatte sich Anfang August in einem Gefängnis in Manhattan das Leben genommen, nachdem er erneut wegen Missbrauchsvorwürfen vor Gericht gebracht werden sollte. Der bestens vernetzte Geschäftsmann wurde beschuldigt, Dutzende Minderjährige sexuell missbraucht zu haben. Laut Anklageschrift hatte der Multimillionär zwischen 2002 und 2005 in New York und Florida einen Missbrauchsring aufgebaut.

Zuletzt hatte schon der Leiter eines Instituts an der Eliteuniversität Massachusetts Institute of Technology (MIT) sein Amt niedergelegt. Medien hatten zuvor berichtet, dass dieser Spenden angenommen und versucht hatte, den Bezug zu dem umstrittenen Finanzier zu verschleiern.

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RND/dpa/hsc