Hannover verbietet Gabenzäune für Obdachlose und Bedürftige

  • Wegen der Corona-Krise sind in vielen Städten Gabenzäune an öffentlichen Orten für Obdachlose errichtet worden.
  • Auch in Hannover hängen Menschen Lebensmittel und andere Dinge des täglichen Bedarfs an so einen Zaun.
  • Doch der muss jetzt wieder abgebaut werden, hat die Stadt entschieden.
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Hannover. Weil wegen der Corona-Krise Tafeln, Obdachlosenunterkünfte und andere Angebote für Bedürftige zumindest zeitweise schließen, wurden in vielen Städten sogenannte Gabenzäune eingerichtet. Dort können Menschen Lebensmittel, Kleidung, Hygieneartikel und Co. für Obdachlose aufhängen, um ihnen in dieser schwierigen Zeit zu helfen.

Solche Gabenzäune sind auch in Hannover entstanden. Doch dort hat die Stadt nun beschlossen, dass das Hilfsangebot am Weißekreuzplatz nach einer Woche schon wieder abgebaut werden muss, wie die “Neue Presse” (NP) berichtet. Die beiden Initiatorinnen Vanessa Strauch (25) und Julia Kashchuk (31) bekämen keine Genehmigung der Stadt dafür, die sehe die Gabenzäune kritisch. Laut der Zeitung hatte auch die Obdachlosenhilfe die Idee zuvor kritisiert – der Verein befürchtete demnach Konflikte unter den Wohnungslosen.

Kritik: Haltbarkeit der Lebensmittel nicht sichergestellt

In der Kritik der Stadt geht es laut “NP” vor allem darum, dass die Haltbarkeit der Lebensmittel auf diesem Weg nicht sichergestellt sei und das gesundheitliche Gefahren berge. “Die Lebensmittel und deren Abfälle könnten ferner Ratten und Mäuse anziehen”, sagte Stadtsprecher Dennis Dix der Zeitung. Außerdem sei nicht gewährleistet, dass Spender und Obdachlose den in der Corona-Pandemie vorgeschriebenen Abstand einhielten.

RND/hsc

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