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Veranstalter in Hannover warb für Massenparty mit Ungeimpften und Ungetesteten

Menschen tanzen in einem Club. (Symbolbild)

Hannover.In einem Club ausge­lassen feiern, ganz ohne Impfung, Tests oder Masken? Was ange­sichts rasant steigender Corona-Infek­tions­zahlen unmög­lich klingt, sollte in der kommenden Woche in Hannover genau so passieren – zumin­dest für Jugend­liche zwischen 16 und 18 Jahren. In der Stadt warb ein Party­veran­stalter explizit dafür, dass junge Menschen ohne Impf- oder Test­nach­weis zu „Hannovers größter Haus­party“ in einen Club kommen können, wie die „Hanno­versche Allge­meine Zeitung“ (HAZ) am Freitag berichtet. Möglich machen sollte das eine Ausnahme­regelung in den Corona-Vorschriften der Region. Am Samstag entzog der Betreiber des Klubs, den die Veranstalter für die Party gemietet hatten, ihnen allerdings die Erlaubnis zur Nutzung seines Lokals. Die Party findet nicht statt.

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„Für dieses Event gilt 2G“ ist klein auf dem Flyer der Party zu lesen, größer darunter steht: „Ausnahme für unter 18-Jährige.“ Für diese Gruppe sei „kein Impf- oder Test­nach­weis nötig“. Zwar gelte laut Allge­mein­verfü­gung der Region in Restau­rants, Bars oder Clubs derzeit die 2G-Regel, im Gegen­zug dürfe aber auf Abstände und Masken­pflicht verzichtet werden, schreibt die „HAZ“. Kinder und Jugend­liche unter 18 Jahren seien von der 2G-Regel aller­dings ausge­nommen.

Gesundheitsamt will Kontakt zum Veranstalter aufnehmen

Gegen­über der Zeitung räumte Regions­spre­cherin Sonja Wendt ein, dass die Ankün­digung sich im Rahmen der aktuellen Rechts­lage bewege. „Aber natür­lich wäre es aus Sicht des Gesund­heits­amts empfeh­lens­wert, wenn sich auch die 16- bis 18-jähri­gen Party­gäste frei­willig und vorsorg­lich selbst testen würden, sofern sie nicht geimpft sind“, so Wendt. Das Gesund­heits­amt wolle jetzt Kontakt zu dem Veran­stalter aufnehmen und mit ihm die mögli­chen Sicher­heits­vorkeh­rungen vor Ort besprechen.

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Inzwischen ist das nicht mehr notwendig, der Klubbetreiber entzog nach dem Medienbericht den Partyveranstaltern die Nutzungserlaubnis: „Was die drei da beworben haben, ist komplett falsch. Das entspricht nicht unserer Geschäftspolitik und Hausordnung“, sagte der Inhaber der „HAZ“. „So etwas wird bei uns nicht stattfinden. Wir haben eigene Regeln und seit Monaten 2G in unseren Räumen.“

Das Land Nieder­sachsen plant unter­dessen nach „HAZ“-Informa­tionen, die Lücke zu schließen: Die neue Corona-Verord­nung soll regeln, dass auch unter 18-Jährige nur dann Disco­theken oder Clubs besuchen dürfen, wenn sie voll­ständig gegen Covid-19 geimpft oder genesen sind. Die neue Corona-Verord­nung solle vom 23. November an gelten – drei Tage vor der geplanten Party am nächsten Frei­tag.

Hinweis der Redaktion: Der Text wurde nach der Absage der Party aktualisiert.

RND/seb

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