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Tödliche Schüsse in Hannover: Opfer war bereits mit zwölf Jahren als Intensivtäter bekannt

  • Die tödlichen Schüsse auf einen Mann in Hannover am Donnerstagmittag haben bundesweit für Aufsehen gesorgt.
  • Der mutmaßliche Täter wolle sich der Polizei stellen, ließ dessen Anwalt verlauten.
  • Auch über das Todesopfer werden immer mehr Details bekannt.
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Nach den tödlichen Schüssen in Hannovers Innenstadt am Donnerstagmittag könnte der mutmaßliche Täter bald gefunden sein. Am Freitagabend gab der Rechtsanwalt des Tatverdächtigen bekannt, dass sich dieser der Polizei stellen wolle. Bezüglich der Hintergründe der Tat hielt sich der Rechtsbeistand zunächst bedeckt. Aktuell läuft die Fahndung nach dem Verdächtigen weiter.

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Schüsse aus fahrendem Auto: Mann in Hannover tot
0:57 min
Polizeieinsatz mitten in Hannover, gesperrte Straßen, massive Staus. Der Anlass: Ein Mann wurde in einem Auto erschossen. Der oder die Täter sind flüchtig.  © dpa

Auch über das Todesopfer ist inzwischen mehr bekannt. Wie die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ (HAZ) am Samstag berichtet, war der bei dem am Donnerstag abgegebenen Schusswechsel Getötete bei der Polizei als Intensivtäter bekannt. Bereits mit zwölf Jahren hatte er mehr als 50 Delikte begangen. Unter den Verbrechen, die ihm angelastet wurden, waren gemäß Angaben der HAZ schwerer Diebstahl, Körperverletzung und gemeinschaftlich begangener schwerer Raub. Im September 2002 hatte die Zeitung über den jungen Straftäter berichtet.

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Der Fall „Artur“, so wurde der Junge in den Berichten damals genannt, sorgte für viele Diskussionen. Der damalige Ministerpräsident Sigmar Gabriel (SPD) und zwei seiner Minister kritisierten die „Untätigkeit“ der städtischen Jugendbetreuer. Der junge Straftäter bekam eine sogenannte Intensivbetreuung – 40 Stunden pro Woche wurde er von pädagogischen Fachkräften begleitet.

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Zu der Tötung des Mannes kam es am Donnerstagnachmittag auf einer viel befahrenen Kreuzung in Hannover. Dort wurde aus einem Wagen heraus mindestens ein Schuss abgegeben, wie die Polizei mitteilte. Der Fahrer des anderen Autos habe beschleunigt, die Kreuzung überquert und den Mast eines Verkehrsschildes gerammt. Wenig später brach der 30 Jahre alte Insasse des Wagens zusammen – Reanimationsversuche blieben erfolglos.

RND/liz

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