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Hochzeit wegen Corona abgesagt – Braut bleibt auf Stornokosten sitzen

  • Im Frühjahr 2020 wollte ein Paar aus Hannover heiraten, doch dann kam Corona.
  • Weil die Feier nur noch mit der Hälfte der Gäste stattfinden durfte, sagte die Braut ganz ab – und muss nun 50 Prozent der vereinbarten Miete für das Lokal zahlen.
  • Das hat das Amtsgericht Hannover entschieden.
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Es hatte ihr schönster Tag im Leben werden sollen; für die Braut aber endete das Ganze in einem finanziellen Ärgernis. Wie die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ (HAZ) berichtet, hatte die Hochzeit im September 2020 mit 100 Gästen stattfinden sollen. Ein Raum war gemietet, doch dann kam die Corona-Pandemie – und mit ihr die Einschränkungen des öffentlichen Lebens.

Feste waren nach der zum Zeitpunkt der Kündigung gültigen Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen nur mit höchstens 50 Gästen möglich. Außerdem waren strenge Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten. Unter den Bedingungen wollte die Braut aber nicht feiern, sagte ab – und kündigte den Mietvertrag für das Lokal.

Hälftige Teilung der Kosten

Der Gaststättenbetreiber verklagte die Braut; er forderte die Hälfte der vereinbarten Miete. Der Fall ging vor Gericht – und der zuständige Amtsrichter entschied zugunsten des Lokalinhabers. Die Braut hätte den Raum für den vereinbarten Zweck nutzen können; außerdem würden die Belastungen der Pandemie beide Parteien gleichsam treffen: Den Vermieter durch eine große Zahl an ausgefallenen Veranstaltungen, die Braut mit Einschränkungen bei der Gästezahl ihrer Hochzeitsfeier.

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Eine hälftige Teilung der Kosten wurde für angemessen erachtet.

RND/ha

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