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Dürfen Geschäfte öffnen? Chaos in Hannover – Polizei schließt Möbelhäuser

  • Mehrere Möbelgeschäfte in Hannover haben am Montag die Regeln der neuen Corona-Verordnung genutzt und geöffnet.
  • Das Problem: Die Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) hätten das erlaubt – die des Landes Niedersachsen aber nicht.
  • Prompt schloss die Polizei die Geschäfte wieder.
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Hannover. Mit dem Inkrafttreten der neuen niedersächsischen Corona-Verordnung am Montag haben sich für viele Geschäfte neue Möglichkeiten ergeben. Einige nutzten diese gleich aus: In Hannover öffneten beispielsweise die Möbelhäuser Staude und Haase am Vormittag erstmals wieder ihre Türen für Besucher – mit Anmeldung und persönlichem Führer durch die Ausstellung. Wenig später kam die Polizei und schloss die Geschäfte wieder, wie unter anderem die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ (HAZ) am Montag berichtete. Grund für das Hin und Her waren unterschiedliche Auslegungen von Regeln und Inzidenzwerten.

Denn die Region Hannover schwankt seit Wochen um einen Corona-Inzidenzwert von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Und die 100er-Schwelle ist nach der letzten Bund-Länder-Konferenz zur neuen Richtlinie für Lockerungen erklärt worden. Entsprechend hat das Land Niedersachsen sie in seine aktualisierte Corona-Verordnung aufgenommen.

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Das Robert-Koch-Institut verzeichnet 5011 Corona-Neuinfektionen und 34 neue Todesfälle.  © dpa

Das Problem am Montag lag dann darin begründet, dass das Robert-Koch-Institut (RKI) für die Region Hannover einen Inzidenzwert knapp unter 100 auswies, das Land Niedersachsen aber einen von über 103 – womit Hannover gemäß Verordnung automatisch „Hochinzidenzkommune“ ist. Ein Argument, das die Möbelhausinhaber Helmut Staude und Robert Andreas Hesse am Montag nicht gelten ließen. Sie richteten sich nach dem Wert des RKI – und mussten sich prompt die Geschäfte von der Polizei wieder schließen lassen, wie die „Neue Presse“ (NP) berichtet.

RND/ytk

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