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  • Hamsterkauf wegen Coronavirus: Rauferei wegen Kauf von 50 Packungen Mehl

“Hamsterkauf” von 50 Packungen Mehl führt zu Rauferei

  • In einem Supermarkt bei Osnabrück ist es wegen eines Kaufs von 50 Packungen Mehl zu einer Rauferei gekommen.
  • Einem Mann wurde verboten, so viel zu kaufen.
  • Dann eskalierte die Situation.
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Osnabrück. Ein "Hamsterkauf" von 50 Packungen Mehl hat in einem Supermarkt bei Osnabrück eine Rauferei verursacht. Ein Mann hatte in Hilter das Mehl in seinen Einkaufswagen gepackt, wie die Polizei am Freitag mitteilte. An der Kasse wurde ihm der Kauf einer so großen Menge am Donnerstagabend verweigert: Er könne 20 Packungen erwerben, die restliche Menge solle aber für andere Kunden im Geschäft bleiben.

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Der 41-Jährige stritt sich mit zwei Supermarkt-Mitarbeitern, bis es zu der körperlichen Auseinandersetzung kam. Am Ende blieben die 50 Kilogramm Mehl im Laden. Derweil sehen Experten Hamsterkäufe als überzogen und überflüssig an. Wegen der Coronavirus-Epidemie müssen sich die Menschen in Deutschland nach den Worten des Virologen Christian Drosten nicht von heute auf morgen zu Hause einschließen.

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Drosten: Hamsterkäufe sind Unsinn

„Wir haben jetzt im Moment in Deutschland noch nicht eine so hohe Infektionsdichte, dass man überall hinter jeder Ecke den nächsten Infizierten vermuten muss“, sagte der Wissenschaftler der Berliner Charité am Freitag im NDR-Podcast.

„Natürlich kann man jetzt noch einkaufen gehen in den Supermarkt“, sagte Drosten. Über Hamsterkäufe nachzudenken, sei Unsinn. Dazu gebe es keinen Anlass. Er empfehle insbesondere den Aufenthalt im Freien: Virus-Tröpfchen seien nur eine kurze Zeit in der Luft und fielen dann zu Boden. „Es ist nicht so, dass man sich beim Spazieren gehen, wenn man sich begegnet, infiziert.“

Den Besuch einer Kneipe solle man sich hingegen eher überlegen - ein Treffen mit Freunden könne auch in die eigenen vier Wände verlagert werden. „Die Wahrscheinlichkeit, dass irgendjemand im Freundeskreis infiziert ist, ist immer noch im Moment sehr, sehr gering.“ Aber im engen Kontakt mit vielen anderen Menschen über den Abend verteilt in einer Kneipe erhöhe sich die Wahrscheinlichkeit. Auch über unzureichend gespülte Gläser könne das Virus übertragen werden. Er selbst bestelle generell immer, schon seit vielen Jahren, Bier aus der Flasche, sagte Drosten.

Alle müssten in den nächsten Wochen und vielleicht auch Monaten für sich selbst ausprobieren, wo man eigene Verhaltensweisen ändern könne und wo man das nicht tun wolle.

RND/dpa/ka

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