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Älteste Orang-Utan-Dame der Welt zieht mutterloses Affenbaby auf

  • Die Hamburger Affendame Bella hält nach Angaben des Zoos den Guinness-Weltrekord des ältesten lebenden Orang-Utans.
  • Doch Ruhestand ist nichts für die 60-Jährige.
  • Bella hat sich einer neuen Aufgabe gewidmet, die sie auf Trab hält.
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Hamburg. Obwohl sich Hagenbecks älteste Orang-Utan-Dame schon im hohen Alter befindet, ist sie nun als Adoptivmutter für ein Affenbaby eingesprungen. Die Mutter des kleinen Berani sei kurz nach der Geburt im September 2020 im Hamburger Tierpark Hagenbeck gestorben, sagte Tierpfleger Tjark Rüther-Sebbel am Freitag in Hamburg. Glücklicherweise habe Affendame Bella „keine Sekunde überlegt und sich des Babys angenommen“, so Rüther-Sebbel. Es sei ihr mittlerweile viertes Adoptivkind.

Das Sumatra-Orang-Utan-Weibchen Bella hält nach Angaben des Tierparks mit ihren 60 Jahren den Rekord als der älteste Orang-Utan der Welt. Damit habe sie es in das Guinnessbuch der Rekorde geschafft, das im September veröffentlicht wird. Normalerweise haben Orang-Utans eine Lebenserwartung von rund 40 Jahren.

Das Affenbaby hält Bella jung

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Das Geheimnis ihrer ewigen Jugend habe allerdings auch mit der zoologischen Haltung zutun, sagte Hagenbeck-Tierarzt Michael Flügger dazu. „In der Natur haben Orang-Utans oft mit Parasiten zu kämpfen, was es im Zoo aufgrund von Untersuchung und Behandlungen nicht gibt.“

Vor allem aber halte das Affenbaby sie nun auch jung. „Ihr tut das richtig gut, dass sie sich kümmern kann“, berichtete Tierarzt Flügge. Auch Pfleger Rüther-Sebbel betonte, seine anfängliche Skepsis, ob Bella zu alt für die Aufgabe der Adoptivmutter sein könnte, sei verflogen. „Momentan ist Bella so fit wie noch nie“, sagte er.

Insgesamt beherbergt das Affenhaus nach Angaben des Tierparks Hagenbeck neun Tiere, die vom Aussterben bedroht sind. Das Orang-Utan-Haus war seit Oktober coronabedingt geschlossen und ist nun wieder für die Besucher geöffnet. Da das Virus auch auf Menschenaffen übertragbar sei, habe man mit der Öffnung des Affenhauses etwas länger gewartet, sagte Flügge.

RND/dpa

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