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Gymnasium kauft Burkinis für Schwimmunterricht

Verhüllt im Becken: Mit einem Burkini können muslimische Frauen schwimmen gehen.

Herne. Weil viele Mädchen aus religiösen Gründen nicht am Schwimmunterricht teilnahmen, ist die Schulleitung eines Gymnasiums in Herne einen ungewöhnlichen Schritt gegangen: Sie hat für ihre muslimischen Schülerinnen Burkinis angeschafft.

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20 Exemplare der zweiteiligen Badebekleidung, die bis auf Gesicht, Hände und Füße den gesamten Körper bedeckt, hat die Pestalozzi-Schule bereits gekauft, berichtet die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" (WAZ). "Damit hat keiner mehr eine Ausrede, nicht am Unterricht teilzunehmen", sagte der Schulleiter demzufolge zu der Aktion.

Burkinis sorgen immer wieder für Ärger

400 Euro sollen die 20 Burkinis gekostet haben, die die Schülerinnen ausleihen können. Das Geld stammt laut WAZ unter anderem aus einem Spendenlauf. 15 Mädchen hätten das Angebot bereits in Anspruch genommen. Es solle ihnen erlauben, auch mit männlichen Mitschülern ins Becken zu springen. Viele muslimische Jugendliche hätten deshalb bisher nicht am Schwimmunterricht teilgenommen.

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Der Burkini wurde 2006 von Aheda Zanetti erfunden, um muslimischen Frauen ein Stück mehr Freiheit zu verschaffen. Eine lange Hose bedeckt Beine, ein eher weit geschnittenes Oberteil Arme und Beine. Kopf und Hals bekleidet ein abnehmbarer "Hijood", eine Mischung aus "Hidschab" (Kopftuch) und "Hood" (Kapuze).

Vor zwei Jahren haben die Ganzkörper-Badeanzüge einen regelrechten Streit ausgelöst: Im französischen Cannes sollten Burkinis vom Strand verbannt werden. Auch in Deutschland gab es Fälle, in denen Frauen in Burkinis von anderen Badegästen beleidigt wurden.

Von RND/iro

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