Feuerwehr gibt Strecke am Samstag frei

Unfall zwischen Hannover und Berlin: Deutsche Bahn beginnt mit Aufräumarbeiten

Eine Regionalbahn der Deutschen Bahn fährt aus dem Hauptbahnhof aus.

Eine Regionalbahn der Deutschen Bahn fährt aus dem Hamburger Hauptbahnhof aus. (Archivbild)

Leiferde. Die komplizierten Bergungsarbeiten nach dem schweren Güterzugunfall auf der Bahnstrecke zwischen Hannover und Berlin schreiten voran: Am Samstag gab die Feuerwehr die Unfallstelle in der Nähe von Leiferde im niedersächsischen Landkreis Gifhorn frei. Tagelang hatten Spezialkräfte explosives Propangas aus den havarierten Kesselwagen abgepumpt.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Eine Bahnsprecherin sagte: „Nachdem die Feuerwehr abgerückt ist und die Unfallstelle freigegeben hat, beginnen wir jetzt direkt damit, schweres Gerät und Kräne zur Unfallstelle heranzuführen.“ Die Baustelle für die Räumungs- und Bergungsarbeiten sowie für die Instandsetzung werde eingerichtet.

Reisende müssen sich vorerst weiter auf Zugausfälle und Verspätungen einstellen. Zuletzt war die Deutsche Bahn davon ausgegangen, dass es noch bis voraussichtlich Mitte Dezember längere Reisezeiten, Einschränkungen und Umleitungen auf der Ost-West-Route geben könnte. Davon betroffen sind beispielsweise die ICE-Züge zwischen Berlin und Nordrhein-Westfalen. Im regionalen Verkehr zwischen Wolfsburg und Hannover fahren laut Bahn stündlich Ersatzbusse.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Menschlicher Fehler wohl Ursache für Unfall

Am 17. November hatte frühmorgens ein Güterzug bei Leiferde an einem Signal gehalten, ein folgender Güterzug fuhr auf. Der auffahrende Zug bestand aus 25 mit explosivem Propangas gefüllten Kesselwaggons. Vier Waggons kippten bei der Kollision um. Nach dem Unfall wurde das gefährliche Gas von Spezialkräften der Feuerwehr abgepumpt und teilweise auch abgefackelt.

Der Lokführer des auffahrenden Zugs war mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gekommen. Der Lokführer des anderen Zugs blieb laut Bundespolizei – abgesehen von einem leichten Schock – unverletzt.

Der Bahnhof in Fangschleuse nahe der Tesla-Fabrik wird ausgebaut.

Bahn baut Bahnhof für 250 Millionen Euro vor Toren von Tesla – Unternehmen muss sich nicht beteiligen

Die Deutsche Bahn plant ein riesiges Schienendrehkreuz in Grünheide, auch damit das dortige Tesla-Werk besser an den Verkehr angebunden ist. Das Projekt soll ausschließlich mit Mitteln von Bund und Land gebaut werden, Tesla muss sich nicht beteiligen. Das sorgt nun für Kritik.

Nach den bisherigen Ermittlungen wurde der schwere Unfall durch einen menschlichen Fehler verursacht. Die Strecke bei Leiferde sei von einer Mitarbeiterin der Deutschen Bahn fälschlicherweise freigegeben worden, obwohl dort bereits ein Güterzug hielt, teilte die Bundespolizei Hannover einige Tage nach der Kollision mit.

Nach Angaben der Deutschen Bahn müssen nach dem Abzug der Feuerwehr jetzt Oberleitungen zurückgebaut und das Baufeld vorbereitet werden. Anschließend kommen einer Bahnsprecherin zufolge die Notfallkrane „Phoenix“ und „Bulldog“ zum Einsatz, um unter anderem die verunglückten Kesselwagen und die Lok in Abschleppwagen zu hieven und abtransportieren zu können. „Mit den Reparaturarbeiten können wir beginnen, wenn die Aufräum- und Bergungsarbeiten abgeschlossen sind“, erläuterte die Sprecherin. Das benötigte Material sei bereits vor Ort oder in der Produktion.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

RND/dpa

Mehr aus Panorama

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Top Themen

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken