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Gruseliger Tweet: Mann tötet Frau, Hund und Katze und bedankt sich bei Waffenlobby

  • Ein Mann bedankt sich auf Twitter bei Waffenlobby und Trump - und gesteht Mord an seiner Frau.
  • Der Amerikaner tötete auch den Familienhund und die Hauskatze.
  • Er richtete die Waffe auch gegen sich selbst, überlebte aber schwer verletzt.
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Washington. Die amerikanische Waffen-Lobby NRA sendet Weihnachtsgrüße auf Twitter. Kurze Zeit später antwortet ein Nutzer: "Schusswaffen töten keine Menschen, Menschen töten Menschen. Schusswaffen machen es nur viel einfacher. Die AR-15 macht es super einfach", schreibt er. Danach kommt das Unfassbare: Er gesteht den Mord an seiner Ehefrau: "Ich habe gerade meine gesamte Familie getötet und ich hätte es ohne das Gewehr nicht schaffen können. Also, vielen Dank an euch bei der NRA."

Kurze Zeit später twitterte er erneut: Wer ihm nicht glaube, könne selbst auf einen Kontrollbesuch im Marine Drive vorbeikommen. Es gäbe eine Menge Blut und am schwersten sei es gewesen, den Hund zu töten.

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Leider entpuppte sich die Botschaft nicht als Fake: Als die Polizei am zweiten Weihnachtsfeiertag das Haus von Kevin Heimsoth (56) in Bellingham im US-Bundesstaat Washington aufsuchte, fand sie die Leiche von Ehefrau Lynn (58). Ebenfalls erschossen wurde ihr Therapiehund, Golden Retriever Sukha. Auch die Hauskatze verschonte der Mann nicht. Danach richtete er die Waffe gegen sich selbst, er wurde dabei schwer verletzt.

Das Opfer war Rektorin der lokalen Grundschule

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Der Lokalzeitung "Bellingham Herald" sagte der Polizeichef, dass Heimsoth seine Familie wohl 25 Minuten vor Absetzen der Tweets getötet hatte, danach die Waffe gegen sich selbst richtete. Die Tweets bleiben zunächst online, weil es sich um ein laufendes Verfahren handele. Auch auf Tweets von Präsident Donald Trump auf seinem privaten wie seinem offiziellen Profil und auf Senator Mitch McConnell antwortete Heimsoth mit der gleichen Nachricht.

Lynn Heimsoth arbeitete als Lehrerin und Schulleiterin in der örtlichen Grundschule, jeden Morgen begrüßte sie die Kinder zusammen mit Hund Sukah. Die Schule veröffentlichte eine Stellungnahme, in der sie um ihre beherzte Kollegin trauert: "Unsere Herzen sind gebrochen. Sie liebte Kinder und stellte die Bedürfnisse der Schüler immer in den Mittelpunkt", heißt es darin. Nach den Weihnachtsferien seien Seelsorger an der Schule, um die Schüler zu betreuen.

RND/dpa

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