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  • Grimma: Fackel-Aufzug vor Wohnhaus von Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping

„Alarmierende Bilder“: Mob mit Fackeln vor Wohnhaus von Sachsens Gesundheits­ministerin

  • Mit Fackeln ziehen Gegner der Corona-Maßnahmen am Freitag­abend vor dem Haus der sächsischen Gesundheits­ministerin auf.
  • Ein Video des Vorfalls verbreitet sich bei Twitter, die alarmierte Polizei löst die Demonstration auf.
  • SPD-Chefin Saskia Esken verurteilt den Einschüchterungs­versuch scharf.
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Gegner der Corona-Maßnahmen haben am Freitag­abend mit einem Fackel­zug vor dem Wohnhaus der sächsischen Gesundheits­ministerin Petra Köpping (63, SPD) nahe Grimma demonstriert. Ein bei Twitter veröffentlichtes Video zeigt Teilnehmer mit Fackeln, Triller­pfeifen, Trommeln und Plakaten. SPD-Chefin Saskia Esken verurteilte den Einschüchterungs­versuch am späten Abend und sprach der Partei­kollegin ihre Unterstützung aus.

Die Polizei Sachsen teilte bei Twitter mit, in Grimma seien 30 Personen laut rufend mit Triller­pfeifen, Fackeln und Plakaten festgestellt worden. Beim Eintreffen der Polizei hätten sie sich entfernen wollen. Es seien 15 Fahrzeuge kontrolliert, 25 Identitäten festgestellt und Ordnungs­widrigkeits­anzeigen gefertigt worden. Zuerst hatte das Portal „Tag 24“ berichtet.

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Die SPD-Partei­vorsitzende Esken schrieb am Abend bei Twitter: „Vollste Solidarität, liebe Petra Köpping! Auch wenn die paar Hansel da versuchen, Angst und Schrecken zu verbreiten: die Vernunft­begabten und Verantwortungs­bereiten sind die große Mehrheit, und die steht an Deiner Seite!“

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Der Co-Vorsitzende der SPD Sachsen, Hennig Homann, twitterte: „Alarmierende Bilder vor dem Privat­haus von Gesundheits­ministerin Petra Köpping. Das sind klar Einschüchterungs­versuche. Das darf es in unserem demokratischen Rechts­staat nicht geben. Egal gegen wen. Solidarität mit Petra Köpping. Zum Glück ist nicht mehr passiert. (Bis jetzt).“

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Auch in mehreren anderen sächsischen Orten gab es am Freitag­abend erneut Proteste gegen die aktuelle Corona-Politik. Die Polizei schritt neben Grimma auch bei Zusammen­künften in Freiberg und Leipzig-Großzschocher ein und fertigte Dutzende Anzeigen, wie sie am Abend mitteilte. Wegen der dramatischen Pandemie­lage im Freistaat sind gemäß der sächsischen Corona-Notfall­verordnung derzeit nur Versammlungen mit höchstens zehn Menschen erlaubt – und nur an einem festen Ort.

RND/seb/dpa

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