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Grausame Tierquälerei? Staatsanwälte ermitteln gegen Labor - Demo am Samstag

  • Nach Vorwürfen der Misshandlung von Versuchstieren in einem Labor bei Hamburg hat die Staatsanwaltschaft Stade Ermittlungen aufgenommen.
  • Tierschützer prangern an, dass in einem Labor der Firma LPT Hunde und Affen bei Versuchen gesetzeswidrig misshandelt werden.
  • Für Samstag haben Tierschützer zu einer Demonstration am Firmensitz aufgerufen.
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Stade. In einem Versuchslabor nahe Hamburg haben Tierschützer erschreckende Aufnahmen gemacht und Vorwürfen der Misshandlung von Versuchstieren angeprangert. Nun hat die zuständige Staatsanwaltschaft Stade Ermittlungen aufgenommen. Das bestätigte ein Sprecher am Freitag. Die Dauer der Ermittlungen sei schwer abzuschätzen. "Das ist ja ein Fall, der nicht alltäglich ist", sagte Sprecher Johannes Kiers.

Tierschützer prangern an, dass in einem Labor der Firma LPT im niedersächsischen Mienenbüttel Hunde und Affen bei Versuchen gesetzeswidrig misshandelt werden. Ein Aktivist hatte sich dort als Mitarbeiter eingeschlichen. Die Anzeigen in Stade stammen unter anderem von der Organisation Soko Tierschutz, dem Landkreis Harburg und vom niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz (Laves).

Am Samstag soll eine Demo am Firmensitz stattfinden

Erstmals reagierte das angegriffene Unternehmen Laboratory of Pharmacology and Toxicology (LPT) auf eine Anfrage des Portals "Deine Tierwelt": "Bei der aktuellen Untersuchung kooperieren wir vollumfänglich mit den Behörden", teilte die Firma mit.

Zu den Versuchen hieß es, man führe im Zuge der Arzneimittelzulassung Auftragsstudien für Kunden durch. "Dabei handelt es sich um präklinische Prüfungen einer Substanz auf Toxizität, bevor diese in die klinische Prüfung geht, das heißt am Menschen getestet wird." Für Samstag haben Tierschützer zu einer Demonstration am Firmensitz aufgerufen. Sie fordern seit Jahren, den Betrieb stillzulegen.

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RND/dpa