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„Glühwein to go“: Das ist in Deutschlands Städten erlaubt und verboten

  • Der Verkauf von Glühwein in Zeiten der Corona-Pandemie ist ein heißes Adventsthema.
  • Politiker wie Karl Lauterbach (SPD) sehen darin die Gefahr höherer Neuinfektionszahlen.
  • Eine Übersicht, in welchen Städten das warme Wintergetränk noch ausgeschenkt werden darf und wo der freie Verkauf untersagt ist.
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Die Corona-Pandemie setzt der Gastronomie auch zur Adventszeit zu. Um wenigstens einen Teil der Einnahmen des Weihnachtsgeschäfts zu retten, bieten viele Bars „Glühwein to go“ an. Prominente Politiker üben an dem Modell erhebliche Kritik und warnen vor einem neuen Infektionsherd. „Glühweinstände unterlaufen unsere Kontaktbeschränkungen. Das kostet zum Schluss Neuinfizierte und Tote”, schrieb beispielsweise SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach auf Twitter. Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mahnte zu mehr Solidarität.

Ein Überblick, wie die Städte den freien Verkauf des alkoholhaltigen Heißgetränks in der Weihnachtszeit handhaben.

Berlin: In Berlin nennen die Medien einige Straßen schon „Glühwein-Strich“. Die Ordnungsbehörden wollen nun vermehrt gegen zu viel Rummel vorgehen. Ein Verbot gibt es aber noch nicht.

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Hamburg: In der ganzen Stadt soll künftig wegen der Corona-Pandemie schon am Dienstagnachmittag kein „Glühwein to go“ mehr ausgeschenkt werden dürfen. „Geplant ist ein stadtweites Glühweinverbot“, sagte Senatssprecher Marcel Schweitzer. Die zuständige Sozialbehörde werde voraussichtlich am Mittwoch sagen können, ab wann es gelten soll. Bislang gilt bereits ein Verkaufsverbot ab 16.00 Uhr in Teilen des Schanzenviertels, Ottensens und Winterhudes.

Köln: In der Millionenstadt in Nordrhein-Westfalen gilt von 22 bis 6 Uhr ein Konsumverbot für Alkohol im öffentlichen Raum. Auch der Verkauf ist in dieser Zeit untersagt. Die Einhaltung der Regeln liege im Interesse aller, deswegen wolle die Stadt nicht zu jeder Zeit überall sein, sondern setze auf die Einsichtsfähigkeit der Bürger und auch auf die Verantwortung der Glühweinstand-Betreiber, sagte ein Stadtsprecher. Er sagte aber auch, dass es weitere Sanktionen geben könne.

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Leipzig: In einer neuen Allgemeinverfügung, die vom 3. bis 28. Dezember gilt, ist der Verkauf von Glühwein und weiteren alkoholischen Heißgetränken im gesamten Stadtgebiet rund um die Uhr untersagt. Zudem dürfen alle übrigen alkoholischen Getränke zwischen 22 und 6 Uhr nicht verkauft werden, wie die „Leipziger Volkszeitung“ berichtet.

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Die Entstehung des Glühweins
0:47 min
Alles begann im römischen Reich vor knapp 2000 Jahren.  © RND
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Lüneburg: Die Hansestadt beschloss am Montag zusammen mit dem Landkreis, nun auch Gastronomen und Händlern das Außerhausangebot für alkoholische Getränke zu verbieten. Der Verkauf des beliebten Wintergetränks zog besonders am Samstag zu viele Kunden an, es bildeten sich Grüppchen. Am Gassenzauber mit den kleinen Weihnachtsinseln und 22 Buden will man festhalten, allerdings mit Korrekturen wie größeren Verweilzonen zum Sitzen und weniger Ständen am Wochenende.

Stuttgart: Die baden-württembergische Landesregierung will den Alkoholausschank unter freiem Himmel insbesondere aufgrund des hohen Andrangs an Glühweinständen im Land verbieten. Man werde ein flächendeckendes Alkoholverbot in die nächste Corona-Verordnung aufnehmen, kündigte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) am Dienstag in Stuttgart an. Die Kommunen sollten das schon zum 3. Advent umsetzen.

RND/ak


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